Review: The Spectre Beneath – The New Identity of Sidney Stone

386 0 5 26. Februar 2021
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The Spectre Beneath ist eine Power- und Progressive-Metal-Band aus Großbritannien, deren selbsterklärtes Ziel es ist, die Grenzen jedes der genannten Genres zu verbiegen, um einen modernen Metal-Sound zu kreieren, ohne dabei die besten Aspekte jedes Stils aufzugeben. Bands wie Queensryche, Megadeth und Nevermore zeigen, was sowohl musikalisch als auch thematisch erreicht werden kann und waren starke Einflüsse sowohl in der Herangehensweise als auch in der Produktion. Klingt spannend? Fanden wir auch. Wir hören mal rein.

The Spectre Beneath – Clockwork Heart

Schon der Opener “Clockwork Heart” weist die Richtung für die kommenden insgesamt 11 Tracks auf dem Silberling. Melodiös, dennoch knallharter Metal mit weiblicher Frontfrau “L Lockser”. Komplettiert wird das Line-Up von Pete Worrall an den Saiten und Consta Taylor an den Drums. Die Songs gehen geradewegs durch die Wand und durch die Magengrube, dabei sind insbesondere die Gesangspassagen durchaus bekömmlich und werden auch immer wieder mal durch ganze Chöre verstärkt. Dennoch wechseln sich die brettharte Rhythmussektion und die melodiösen Passagen gerne ab, geben sich die Klinke in die Hand und lassen den Zuhörer eine durchaus abwechslungsreiche Reise durch verspielte und teils verstrickte Arrangements durchleben.

Die Songs klingen dabei unheimlich modern, dementsprechend schwer fällt auch es auch Quervergleiche zu ziehen. Hier und da fühlt man sich an “Evanescence” erinnert, aber teilweise auch an “Avenged Sevenfold”, vielleicht wäre der Mix der beiden Bands dann auch in etwa eine Richtspur an der man sich aus unserer Sicht orientieren könnte, wenn man es denn unbedingt in Worte fassen müssen. Alternativ dazu kann man sich aber natürlich auch das obige Video reinziehen, um sich selbst ein Bild zu machen. Eines steht fest: Der Sound der Band ist etwas anspruchsvoller und komplexer als der vieler anderer Bands da draußen, dennoch besteht kein Grund dem Album nicht zumindest mal testweise das Gehör zu schenken, denn es ist jetzt nicht sowas von jenseits aller Grenzen, dass man auch als Ottonormalverbraucher keinen Zugang finden könnte. Es ist vielmehr eine gelungene Abwechslung zum Altbekannten.

“Es gibt nicht viele weibliche Sängerinnen im Metal, die wie L klingen”
Als Pete Worrall, Gitarrist von Plague and the Decay, Anfang 2018 begann, neues Material für die besagte Band zu schreiben, ahnte er nicht, wie sehr die Songs seinen Fokus verändern würden. Die Ideen waren melodischer, mitreißender und grandioser, ohne dass die Intensität darunter gelitten hätte. Es dauerte nicht lange, bis sich die Songs in einem brandneuen Projekt, The Spectre Beneath, manifestierten. Pete wusste, dass der Schlagzeuger von Plague and the Decay, Consta Taylor, das Flair, die Fähigkeiten und die Technik hatte, um die komplizierteren Elemente der Musik zu spielen, und holte ihn an Bord. Sängerin L Lockser war der Höhepunkt einer achtzehnmonatigen Suche nach einer geeigneten Sängerin. Ihre eklektische Mischung von Einflüssen bedeutete, dass sie nicht für den Metal-Stempel-Ansatz prädisponiert war, eine perfekte Passform für das, was Pete im Sinn hatte. Mit einem satten, warmen Ton, der gleichermaßen kraftvoll und subtil ist, fügte L’s Stimme und ihre einzigartige Phrasierung dem Sound der Band eine Tiefe und Einzigartigkeit hinzu.

Tracklist
1. Clockwork Heart
2. Voice in the Static
3. Broken
4. Have you waited for the world to change?
5. 20 Shillings a Town
6. The Last Light in the House
7. The Criminal
8. The Funeral
9. The Premature Burial
10. The Phone Call
11. The Exhumation

Fazit

"The Spectre Beneath" liefert mit "Clockwork Heart" ein bemerkenswertes Album ab, das sicherlich die Aufmerksamkeit vieler Freunde etwas anspruchsvollerer Spielarten des Metal auf sich ziehen wird.

Gesamtwertung

80%

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