Review: Liela Moss – Who The Power Reformed

468 0 9 19. März 2021
Gefällt mir!

Nachdem Liela Moss im August letzten Jahres ihr zweites Album “Who The Power“ veröffentlicht hatte, kündigt sie nun eine Remix Version an – “Who The Power (Reformed)“ erscheint digital only am 26. März auf Bella Union. Das ist ganz schön fleißig und auch mutig, wenn man bedenkt, dass so ein Remix-Album im Prinzip ein bisschen ist wie eine Autobiografie. Aber klar, naheliegend, schon aus produktionstechnischen Gründen. Entscheidend ist natürlich wie immer, ob es gefällt und wir schildern unsere Reise zum Mars mit Liela Moss.

Liela Moss – Who The Power Reformed

Remixes oder Reworks der Originalsongs kommen unter anderem von Johnny Hostile, welcher seit einiger Zeit immer wieder mit Jehnny Beth von Savages zusammenarbeitet, dem Bella Union Labelchef und Mitglied von Lost Horizons Simon Raymonde, sowie anderen Acts wie UNKLE und Penelope Isles. Als erstes präsentiert sie dabei den clubbigen UNKLE Remix von “Atoms At Me“ sowie den minimalistischeren Mix der Berliner Elektrokünstlerin Emika von “White Feather“. “Atoms At Me“ ist auch gleichzeitig das Highlight des Albums, welches sich durch einen sehr futuristischen, teils düster-experimentellen Grundton auszeichnet. Regelrecht “spürbar” wird dies beim “Always Sliding”, einem Track der ebenso gut aus “Blade Runner 2049” stammen könnte.

Über den Prozess erklärt Liela:
“The process of connecting with other artists who are my friends, or people whose work I admire, during a time of physical and creative restriction was massively energising, and a privilege that I think could only have happened because of the insane reality that was occurring, that musicians were at home with nowhere to tour.”
Der Prozess, sich mit anderen Künstlern, die meine Freunde sind, oder mit Leuten, deren Arbeit ich bewundere, während einer Zeit der physischen und kreativen Einschränkung zu verbinden, war massiv energetisierend und ein Privileg, von dem ich denke, dass es nur aufgrund der verrückten Realität, dass die Musiker zu Hause waren und nirgendwo auf Tournee gehen konnten, möglich war.

Insgesamt klingt das Album sehr nach Filmmusik, nach einem Soundtrack zu entfernten Planeten in verlassenen Raumbasen. Ein Gefühl der Schwerelosigkeit macht sich auf jeden Fall breit, beispielsweise auch beim Track “White Feather (Emika Remix)”, der eine unheimliche Melancholie der Leichtigkeit mit sich bringt.

Tracklist
1. Liela Moss – Turn Your Back Around (Future Beat Alliance Remix)
2. Liela Moss – Watching The Wolf (IYEARA Remix)
3. Liela Moss – Atoms At Me (UNKLE Remix)
4. Liela Moss – Always Sliding (Verlos Remix)
5. Liela Moss – The Individual (Johnny Hostile Remix)
6. Liela Moss – White Feather (Emika Remix)
7. Liela Moss – Battlefield (Tom Furse Remix)
8. Liela Moss – Nummah (Penelope Isles Remix)
9. Liela Moss – Suako (Dhani Harrison Remix)
10. Liela Moss – Stolen Careful (Lost Horizons Remix)

Fazit

"Who The Power Reformed" ist ein überaus hörenswertes Album für Freunde experimenteller Musik. Irgendwo zwischen Soundtrack und Mars-Mission.

Gesamtwertung

80%

» Wie wir bewerten - Hinweise und Erläuterungen zu unserem Wertungssystem

Screenshots / Bilder / Fotos / Artwork

Screenshots / Bilder / Fotos / Artwork zu "Review: Liela Moss – Who The Power Reformed"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.