Review: Astral Tomb – Degradation of Human Consciousness

471 0 14 29. Januar 2021
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Die Combo “Astral Tomb” stellt mit “Degradation of Human Consciousness” ihre erste EP vor – im Tape Format (!). Das gibt es auch nicht alle Tage. Schon allein deshalb haben wir der übersandten Demo, die übrigens digital daherkam, mal unser Ohr geliehen.

Ihre Musik ist ein grobschlächtiger, derangierter Death Metal, der auf obszöne Art und Weise schneidet und schleift – alles zum Unbehagen des Hörers, was selbst den eingefleischtesten Death Metaller herausfordert.

Nein, das sind nicht unsere Wort, das stammt so 1:1 aus dem Pressetext zur EP und was soll man sagen: Ja, es stimmt. Das ist wirklich ein sehr spezieller Sound. Aber der Pressetext ist derart gut, dass man nochmals mindestens eine Passage hervorheben muss. Denn, so der Texter weiter:

“…ihre aufgeblasene und doch klirrende Klangwelt verzehrt zuerst den Verstand des Hörers und dann den ganzen Körper, um ihn dann wieder auszuspucken – langsam, seltsam, wunderbar – auf eine Art und Weise, die sowohl an die geheimsten Geheimnisse des Tape-Handels der 90er Jahre als auch an eine weit entfernte und nicht so abscheuliche Zukunft erinnert.”

Oh Mann, das muss man erstmal wirken lassen. Konzentrieren wir uns also zunächst auf die Musik. Schon der Opener “Devouring Sorrow” entführt und tatsächlich in bizarre Klangwelten. Die Jungs spachteln da allerhand zusammen: Durchgängiger Rhythmus? Fehlanzeige. Hookline? Bitte nicht. Roter Faden? Nope. Die Frage bleibt, wie bewerten wir das? Auch “Transcendental Visions” ist jetzt nicht gerade “leichte Kost”, bietet dann aber doch immer wieder kurze Passagen, die absolutes Mosh- und Nackenstarre-Potential haben, dann aber wird man wieder jäh rausgerissen, denn der nächste Taktwechsel steht an. Doch: Inmitten der Klangwelten blitzt immer wieder etwas auf, was man näher ergründen möchte. Und genau diese Momente sind es dann, die dem Album…Entschuldigung, Tape (!) etwas Besonderes verleihen.

Fazit

Nun, auf eine Wertung in Zahlen haben wir ausnahmsweise mal verzichtet. Dafür sind wir für "Astral Tomb" und ihre EP "Degradation of Human Consciousness" wohl einfach noch nicht vorbereitet genug gewesen. Aber eines muss man den Mannen durchaus lassen: Das hat durchaus Potential - man muss sich nur darauf einlassen können. Und das Teil auf Kassette (!) rauszuhauen ist schon fast wieder Kult. Nun denn, "verzehrt und ausgespuckt" setzen wir hier den Schlusspunkt.


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