Passenger – Songs For The Drunk And Broken Hearted

156 0 9 8. Januar 2021
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Der Name Mike Rosenberg wird nicht jedem sofort etwas sagen, aber wenn man den Künstlernamen ins Spiel bringt, macht es schnell “Klick”: Die Rede ist natürlich von Passenger. Der Singer-Songwriter Passenger veröffentlicht heute sein neues Album “Songs For The Drunk And Broken Hearted”. Wir haben reingehört und können euch sagen, ob es tatsächlich nur von Betrunkenen und gebrochenen Herzen handelt.

“Lieder für Betrunkene und Menschen mit gebrochenem Herzen”

…denn genau das bedeutet der Titel des Albums ins Deutsche übersetzt. Da muss man auch erstmal drauf kommen, aber die Gründe für die Benennung des Albums liegen tiefer. Die meisten Songs für den Longplayer “Songs For The Drunk And Broken Hearted” hat Passenger geschrieben, als Rosenbergs Beziehung zerbrach.

“Aus einer Trennung herauszukommen, führt einen durch eine so zerbrechliche Zeit”, reflektiert er:

“Man ist für ein paar Monate unglaublich verletzlich. Man ist so an die Sicherheit gewöhnt, mit jemandem zusammen zu sein, und plötzlich ist man in der Welt auf sich allein gestellt. Du wirst sauer und triffst wahrscheinlich ein paar schlechte Entscheidungen. In gewisser Weise machst du es für dich selbst noch schlimmer. Aber es ist auch ein berauschender Moment, die Liebe zu verlieren und dies durch Alkohol zu betäuben. Es ist universell. Jeder macht das irgendwann einmal durch.

Dieses Grundgefühl hat Rosenberg dann auch in den 10 Songs gekonnt eingefangen. Den Zuhörer erwarten von grundauf solide Handmade-Pop-Songs, die zum Nachdenken und Entspannen einladen. So auch der Album-Opener “Sword from the Stone”, der es tatsächlich beinahe nicht aufs Album geschafft hätte. Eigentlich sollte das Werk nämlich schon früh im letzten Jahr erscheinen, aber ihr ahnt es schon: Corona. Und so ließ sich Passenger noch etwas mehr Zeit, stellte ein paar Songs um, warf einige raus und andere, wie eben zum Beispiel “Sword from the Stone”, entstanden erst während der Pandemie. Tatsächlich hat man nun auch den Eindruck ein sehr ausgereiftes Album vor sich zu haben, dessen Songs auch schnell den Weg in den Gehörgang finden und sich dort dann gekonnt festsetzen. Die Wahrscheinlichkeit einer Ohrwurm-Phase ist reichlich hoch.

Dies betrifft aber nicht nur den Opener “Sword from the Stone”, sondern auch Songs wie “Tip Of My Tongue” oder den titelgebenden Track “A Song For The Drunk And Broken Hearted”. Das Musikvideo zum Song (siehe oben) zeigt Passenger und seine Bandkollegen, die als traurige Clowns verkleidet sind, in einem Raum der “Drunk and Broken-Hearted”.

“Es hat so viel Spaß gemacht, dieses Video zu drehen”, sagt Rosenberg. “Ich bin ein großer Fan von ‘The Joker’, und da der Text im Refrain des Songs ‘Joker und Gaukler’ erwähnt, fühlte es sich wie die perfekte Gelegenheit an, sich wie ein Clown zu verkleiden und alle zum Ausflippen zu bringen. Die Idee, den Song in einer düsteren und deprimierenden Kneipenumgebung zu spielen, hilft, die Geschichte im Song zu verbildlichen.

Passenger stammt aus Brighton, England, und ist ein mehrfach preisgekrönter und mit Platin ausgezeichneter Singer-Songwriter. Obwohl er immer noch als Straßenmusiker bekannt ist, hat er schon vor langer Zeit den Sprung von der Straßenecke in die Stadien geschafft, auch dank der Unterstützung seines guten Kumpels Ed Sheeran und vor allem mit “Let Her Go”, das in 19 Ländern Platz 1 der Charts erreichte, auf YouTube fast drei Milliarden Mal angeklickt wurde und auf Platz 3 der meistgesuchten Songs aller Zeiten steht. Dennoch ist “Let Her Go” nur ein Song aus einem bemerkenswerten und produktiven Backkatalog, einschließlich des 2016 erschienenen Albums “Young as the Morning, Old as the Sea”, das die Charts in Großbritannien und darüber hinaus anführte. Rosenberg hat allein auf Spotify über 2 Milliarden Streams.

Fazit

"Songs For The Drunk And Broken Hearted" hat das ganz besondere Talent den Hörer in einen Raum voller Emotionen und Gedanken zu ziehen, mit Songs, die im perfekten Klangbild zwischen bauchigen Gitarren und einer verträumten Stimme den Eindruck erwecken, man wäre mittendrin in einem Heim-Konzert. Absolut inspirierend und wirklich auch passend zur aktuellen Zeit.

Gesamtwertung

85%

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