Das Entwicklerstudio Owlcat Games, bekannt für komplexe Rollenspiele wie Pathfinder oder Warhammer 40,000: Rogue Trader, hat neue Details zu seinem kommenden Sci-Fi-Projekt The Expanse: Osiris Reborn enthüllt. In einem ausführlichen Entwickler-Update gewähren die Macher tiefere Einblicke in ein zentrales Element des Titels: die spielerischen Entscheidungen und deren spürbare Konsequenzen auf das Narrative-Design sowie das Schicksal der Charaktere. Wenn du dich im Universum der beliebten Science-Fiction-Saga bewegst, formst du deinen Protagonisten und dein Umfeld Schritt für Schritt selbst.
Herkunft bestimmt die Wahrnehmung im All Schon vor den ersten echten Dialogen legt der wählbare Hintergrund deiner Spielfigur den Grundstein für den weiteren Spielverlauf. Du kannst entscheiden, ob dein Charakter von der Erde, vom Mars oder aus dem Asteroidengürtel stammt. Diese Entscheidung ist keineswegs nur kosmetischer Natur, sondern beeinflusst direkt, wie Fraktionen und Nicht-Spieler-Charaktere auf dich reagieren. Jede Herkunft schaltet zudem spezifische Fraktionsmissionen frei und offenbart schrittweise unterschiedliche Teile der Hintergrundgeschichte. Ein Erdbewohner sieht sich mit anderen Vorurteilen und Vertrauenshürden konfrontiert als ein Gürtler, der im rauen Alltag der Weltraumkolonien aufgewachsen ist.
Im fortlaufenden Spielgeschehen wirst du immer wieder vor ethische und pragmatische Fragen gestellt. Bei der Lösung von Quests und der Interaktion mit Verbündeten wie Widersachern stehen dir verschiedene Herangehensweisen offen: Reagierst du mit Einfühlungsvermögen, handelst du strikt zielorientiert und nützlich oder stellst du ohne Rücksicht auf Verluste dein eigenes Überleben an erste Stelle? Die Vielfalt der Handlungsmöglichkeiten soll sicherstellen, dass nicht nur der Verlauf einzelner Quests variiert, sondern sich deine Figur über die gesamte Spielzeit hinweg zu einer individuellen Persönlichkeit entwickelt.
Begleiter und ihre persönliche Entwicklung Ein wichtiger Pfeiler von The Expanse: Osiris Reborn ist die Interaktion mit deiner Schiffsbesatzung. Deine Begleiter besitzen eigene Biografien, Motivationen und Konflikte. Je nachdem, wie du ihnen gegenübertrittst, verändern sich ihr Verhalten, ihre Einstellung zu dir und letztlich auch ihr Schicksal.
Als konkretes Beispiel nennen die Entwickler das jüngste Crew-Mitglied Polly. Die Teenagerin aus dem Gürtel sucht verzweifelt nach Wegen, um ihrem Volk zu helfen, möchte gleichzeitig jedoch ihren eigenen Platz im Leben finden. Im Laufe des Abenteuers nimmst du durch viele kleinere Gespräche Einfluss auf Polly. Eine besonders wegweisende Entscheidung betrifft die Auswahl eines geeigneten Mentors für die Jugendliche. Abhängig davon, wem du Polly anvertraust, schlägt ihre Entwicklung eine ganz bestimmte Richtung ein. Dies schaltet unter anderem eine einzigartige Skill-Line für Situationen außerhalb der Kämpfe frei und prägt ihren weiteren Lebensweg nachhaltig.
Durch die Summe dieser weitverzweigten Entscheidungen soll sich jeder Spieldurchgang deutlich von vorherigen unterscheiden. Owlcat Games strebt damit einen hohen Wiederspielwert an, da sich nicht nur Dialogabläufe verändern, sondern ganze Beziehungsgeflechte und Missionsausgänge verschieben.
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