Mit Obscene Propaganda melden sich Olivia Neutered John aus Halifax zurück und legen ihr erstes vollständiges Album seit Gorewhore aus dem Jahr 2020 vor. Die Band bleibt ihrem kompromisslosen Ansatz treu und verdichtet dreizehn Tracks zu einem intensiven Gesamtbild, das bewusst keine Umwege geht. Obscene Propaganda fühlt sich roh, direkt und unbequem an, ohne dabei ins Beliebige abzurutschen.
Ein Album unter Dauerbeschuss
Musikalisch setzt Obscene Propaganda konsequent auf Deathgrind-Tempo, schneidende Riffs und eine spürbare Dringlichkeit. Die Songs wirken wie kurze Explosionen, die kaum Luft zum Atmen lassen und genau daraus ihre Wirkung ziehen. Obscene Propaganda transportiert ein permanentes Gefühl von Druck, das sich wie ein roter Faden durch das Album zieht.
Themen zwischen Alltag und Eskalation
Inhaltlich richtet sich Obscene Propaganda an Menschen, die sich in immer enger werdenden Systemen wiederfinden. Die Texte beschreiben Überforderung, Wut und Erschöpfung, ohne sich in abstrakten Bildern zu verlieren. Obscene Propaganda versteht sich als Stimme für all jene, die sich von politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen an den Rand gedrängt fühlen.
Klarer Fokus statt Verklärung
Olivia Neutered John vermeiden es, ihre Aussagen zu beschönigen. Obscene Propaganda wirkt bewusst konfrontativ und setzt auf eine Sprache, die aneckt und Reibung erzeugt. Genau darin liegt die Stärke des Albums, das nicht gefallen will, sondern Haltung zeigt.
Ein kompromissloses Kapitel der Bandgeschichte
Mit Obscene Propaganda schlagen Olivia Neutered John ein weiteres Kapitel auf, das stilistisch geschlossen wirkt und keine Experimente um ihrer selbst willen sucht. Das Album fügt sich schlüssig in das bisherige Schaffen der Band ein und unterstreicht ihren Platz innerhalb der internationalen Deathgrind-Szene.
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