Online-Communitys in der Gaming-Welt sind dynamisch, stellen Moderatorinnen und Moderatoren aber regelmäßig vor große Herausforderungen. Um den Austausch in Foren, Discord-Servern und Streaming-Chats fairer, sicherer und konstruktiver zu gestalten, veranstaltet die Stiftung Digitale Spielekultur am 26. August 2026 den sogenannten Moderation Jam in Köln. Wenn du dich ehrenamtlich oder beruflich um die Moderation einer deutschsprachigen Gaming-Community kümmerst, kannst du dich ab sofort für ein kostenloses Teilnahme-Paket bewerben.
Ein Workshoptag für faire Interaktion online Der Workshop findet am Vortag der Publikumsmesse direkt im Cologne Game Lab der TH Köln statt und startet um 10:00 Uhr. Ziel des Events ist ein intensives Peer-Learning, bei dem Praxiserfahrungen ausgetauscht und gemeinsam konkrete Ansätze für aktuelle Herausforderungen erarbeitet werden. Den Auftakt bilden Fachimpulse von erfahrenen Brancheninsidern: Die Psychologin Jolina Bering gibt Einblicke in menschliche Verhaltensmuster in digitalen Räumen, während Florian Rohde (Community & Player Support Lead bei Yager) und Sören Magerkort (Team Lead Community bei Atolls) aus dem Werkzeugkasten der professionellen Community-Arbeit berichten. In anschließenden Gruppenarbeitsphasen entwickeln die Teilnehmenden Best-Practice-Lösungen für den täglichen Einsatz.
Der Nachmittag führt die Gruppe auf das Messegelände der gamescom. Neben einem Meet and Greet mit Marylin Marx, Lead Community Management bei Webedia, an der FYNG City steht auch ein Besuch am Stand des Bundesprogramms Demokratie leben! auf dem Programm. Den Tag schließt ein abendliches Networking-Event ab. Wenn du dabei sein möchtest, winken praktische Vorteile: Alle ausgewählten Teilnehmenden erhalten eine kostenlose Wildcard für die gamescom sowie einen Zuschuss zu den Reisekosten. Bewerbungen sind bis zum 2. August 2026 online möglich.
Drei ergänzende Online-Workshops im September Der Moderation Jam bildet den Auftakt zu einer Reihe weiterer Bildungsangebote im Rahmen des Projekts Community Support Network. Wer Ende August nicht persönlich nach Köln reisen kann oder sich vertiefend weiterbilden möchte, findet im September drei kostenfreie Online-Workshops. Am 16. September zeigt Florian Rohde von Yager, worauf es beim nachhaltigen Community Building ankommt. Am 23. September beleuchtet Rechtsanwalt Kai Bodensiek von der Kanzlei Brehm & v. Moers rechtliche Fragestellungen rund um Moderation, Urheberrecht und Haltung im digitalen Raum. Den Abschluss bildet am 30. September ein Workshop mit Mick Prinz von der Amadeu Antonio Stiftung, der praxisnahe Strategien zum Umgang mit Menschenfeindlichkeit und Hassreden im Gaming-Umfeld vermittelt.
Um den Austausch über die einzelnen Termine hinaus aufrechtzuerhalten, stellt das Projekt zudem einen eigenen Slack-Kanal bereit. Dort können sich Community-Manager sowie Moderatorinnen und Moderatorinnen vernetzen, gegenseitig unterstützen und alltägliche Zweifelsfälle diskutieren.
Demokratieförderung in der Gaming-Kultur Hinter der Initiative steht die Stiftung Digitale Spielekultur, die mit dem Community Support Network das Ziel verfolgt, Moderation als gelebte demokratische Praxis zu stärken. Das Projekt wird durch das Bundesprogramm Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die 2012 gegründete gemeinnützige Stiftung versteht sich als Schnittstelle zwischen der Games-Branche, Kultur, Pädagogik und Politik, um gesellschaftliche Potenziale von Videospielen sichtbar und nutzbar zu machen. Tragende Säule der Stiftung ist der Branchenverband game als Gesellschafter sowie ein breit aufgestellter Beirat aus Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft.
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