Die schwedische Screamo-Band Kid, Feral meldet sich nach jahrelanger Funkstille mit handfesten Neuigkeiten zurück. Seit ihrem Debütalbum "Live and Let’s Die!" aus dem Jahr 2018 haben sich die Musiker aus Skövde einen festen Platz in der internationalen Underground-Szene erarbeitet. Nun steht das lang erwartete Nachfolge-Werk in den Startlöchern: Unter dem Titel "2019" erscheint das zweite Studioalbum der Band am 29. Mai 2026 über das in Oslo ansässige Label Backpack Records. Wer den rauen, emotional geladenen Sound des Quartetts schätzt, darf sich auf ein Werk freuen, das keineswegs auf die Schnelle produziert wurde, sondern eine ungewöhnlich lange und bewegte Entwicklungsgeschichte hinter sich hat.
Eine siebenjährige Entstehungsgeschichte Fast sieben Jahre lang arbeiteten Kid, Feral an den insgesamt acht Titeln, die das neue Album umfassen. Der Entstehungsprozess war geprägt von zahlreichen Rückschlägen, persönlichen Krisen, gescheiterten Beziehungen und schweren Verletzungen. Was als Songmaterial in den jüngeren Jahren der Bandmitglieder begann, findet nun erst seinen Weg an die Öffentlichkeit – zu einem Zeitpunkt, den die Musiker scherzhaft als den Beginn ihres mittleren Alters bezeichnen. Die Kontinuität und der unbedingte Wille, das Projekt trotz aller Hindernisse zu Ende zu bringen, ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album.
Die Grundlagen für die Songs wurden bereits vor etlichen Jahren gelegt. So entstanden die Schlagzeugaufnahmen für das Album schon im Oktober 2019. In den darauffolgenden Jahren wurden die restlichen Instrumente sowie der Gesang im Proberaum kontinuierlich überarbeitet, eingespielt, verworfen und neu arrangiert. Unzählige Überarbeitungen der Gitarren- und Bassspuren zeugen von einer kreativen Obsession und dem Anspruch, jedes Detail der Kompositionen exakt auf den Punkt zu bringen.
Lo-Fi-Sound und Do-it-yourself-Ethos Klanglich setzen Kid, Feral konsequent auf Eigenregie. Das komplette Album wurde von der Band selbst in ihrem Proberaum aufgenommen, gemischt und gemastert. Dieser kompromisslose DIY-Ansatz verleiht "2019" eine gewollt raue, ungeschliffene Lo-Fi-Ästhetik, die hervorragend zum Genre passt. Trotz der rohen Produktion offenbart das Material durch die jahrelange Feinarbeit eine erstaunliche klangliche Tiefe und Schichtung, die dem chaotischen Charakter eine ganz eigene Dynamik verleiht.
Ein besonderes Augenmerk legte die Band auf das Mastering: Der Gesamtsound wurde bewusst warm gehalten. Damit hebt sich die Produktion von vielen Genrekollegen ab, die oft auf übermäßig höhenlastige und anstrengende Klangbilder setzen. Bei "2019" sollst Du die Lautstärke problemlos aufdrehen können, ohne dass das Hörerlebnis in den Ohren schmerzt. Das erklärt auch die Zielsetzung der Band: Sie wollten ein Album erschaffen, das sich für sie ehrlich und intuitiv anfühlt, gleichzeitig aber frische Impulse im Screamo-Bereich setzt und andere Acts zum Experimentieren anregt.
Besetzung und Ausblick Hinter dem Projekt stehen nach wie vor die vier schwedischen Musiker Vile Hartman (Gitarre und Gesang), Jesper Sundell (Schlagzeug), Jonathan Holmström (Bass) und Jack Smith Insulander (Gitarre). Mit der bevorstehenden Veröffentlichung über Backpack Records schlagen die Schweden nun das nächste Kapitel ihrer Bandgeschichte auf und beweisen, dass sich Ausdauer im Songwriting am Ende auszahlt.
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