Eine siebenjährige Entstehungsgeschichte
Fast sieben Jahre lang arbeiteten Kid, Feral an den insgesamt acht Titeln, die das neue Album umfassen. Der Entstehungsprozess war geprägt von zahlreichen Rückschlägen, persönlichen Krisen, gescheiterten Beziehungen und schweren Verletzungen. Was als Songmaterial in den jüngeren Jahren der Bandmitglieder begann, findet nun erst seinen Weg an die Öffentlichkeit – zu einem Zeitpunkt, den die Musiker scherzhaft als den Beginn ihres mittleren Alters bezeichnen. Die Kontinuität und der unbedingte Wille, das Projekt trotz aller Hindernisse zu Ende zu bringen, ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album.Die Grundlagen für die Songs wurden bereits vor etlichen Jahren gelegt. So entstanden die Schlagzeugaufnahmen für das Album schon im Oktober 2019. In den darauffolgenden Jahren wurden die restlichen Instrumente sowie der Gesang im Proberaum kontinuierlich überarbeitet, eingespielt, verworfen und neu arrangiert. Unzählige Überarbeitungen der Gitarren- und Bassspuren zeugen von einer kreativen Obsession und dem Anspruch, jedes Detail der Kompositionen exakt auf den Punkt zu bringen.
Lo-Fi-Sound und Do-it-yourself-Ethos
Klanglich setzen Kid, Feral konsequent auf Eigenregie. Das komplette Album wurde von der Band selbst in ihrem Proberaum aufgenommen, gemischt und gemastert. Dieser kompromisslose DIY-Ansatz verleiht "2019" eine gewollt raue, ungeschliffene Lo-Fi-Ästhetik, die hervorragend zum Genre passt. Trotz der rohen Produktion offenbart das Material durch die jahrelange Feinarbeit eine erstaunliche klangliche Tiefe und Schichtung, die dem chaotischen Charakter eine ganz eigene Dynamik verleiht.Ein besonderes Augenmerk legte die Band auf das Mastering: Der Gesamtsound wurde bewusst warm gehalten. Damit hebt sich die Produktion von vielen Genrekollegen ab, die oft auf übermäßig höhenlastige und anstrengende Klangbilder setzen. Bei "2019" sollst Du die Lautstärke problemlos aufdrehen können, ohne dass das Hörerlebnis in den Ohren schmerzt. Das erklärt auch die Zielsetzung der Band: Sie wollten ein Album erschaffen, das sich für sie ehrlich und intuitiv anfühlt, gleichzeitig aber frische Impulse im Screamo-Bereich setzt und andere Acts zum Experimentieren anregt.


Noch keine Kommentare. Starte die Diskussion!