Das kanadische Entwicklerteam Lucid Rain Studios hat im Rahmen der gamescom einen frischen Gameplay-Trailer für sein Debütprojekt Inferius enthüllt. Das Horrorspiel, das Roguelike-Mechaniken mit strategischem Deckbuilding kombiniert, feierte seine Videopremiere während der Awesome-Indies-Show von IGN. Wer dieses Jahr die Messe in Köln besucht, kann das düstere Spektakel am Stand des Entwicklers sogar selbst anspielen.
Kartenduelle in den neun Höllenkreisen In Inferius steigst du aus der First-Person-Perspektive in eine albtraumhafte Unterwelt ab, die sich stark an Dante Alighieris Klassiker Göttliche Komödie sowie am kosmischen Horror von H.P. Lovecraft orientiert. Dein Weg führt dich durch insgesamt neun Höllenbereiche bzw. Dominien, die jeweils von einer mächtigen Bosskreatur beherrscht werden. Diese Endgegner verkörpern unterschiedliche Todsünden und verlangen dir in den entscheidenden Auseinandersetzungen am Ende eines jeden Abschnitts alles ab.
Die Auseinandersetzungen laufen rundenbasiert ab und nutzen ein Kartendeck, das an die Großen Arkana des klassischen Tarots angelehnt ist. Während deiner Ausflüge in den Abgrund sammelst du neue Karten, verbesserst deine bestehenden Fähigkeiten und craftest maßgeschneiderte Decks, um den dämonischen Horden Paroli zu bieten. Das Studio setzt dabei gezielt auf psychologische Horrorelemente: Viele der verstörenden Kreaturen und surrealen Szenerien spiegeln spezifische menschliche Ängste wie Arachnophobie, Klaustrophobie oder Paranoia wider.
Wahnsinn und Laternenlicht Eine Schlüsselfunktion im Gameplay nimmt die mitgeführte Laterne ein. Das Beleuchtungssystem steuert die geistige Gesundheit deiner Figur: Die Laterne dient nicht nur als Lichtquelle in den bedrückenden Arealen, sondern deckt unsichtbare Pfade auf, hilft beim Lösen von Rätseln und schützt vor dem fortschreitenden Wahnsinn. Da Inferius als Roguelike aufgebaut ist, gehört das Sterben fest zur Spielerfahrung. Nach jedem Ableben kehrst du mit gewonnenen Erkenntnissen zurück, passt deine Taktik an und startest einen neuen Versuch, während sich die Struktur der Hölle dynamisch verändert.
Das in Alberta ansässige Team entwickelt den Titel auf Basis der Unreal Engine 5. Für Lucid Rain Studios ist es bereits die zweite Teilnahme an der gamescom. Erst im Juni dieses Jahres konnte Inferius auf der Game Con Canada, der größten Spielemesse des Landes, die Auszeichnung als Best Game erringen.
Der finale Release von Inferius ist für das Jahr 2027 geplant. Wer aktuell auf der Kölner Messe unterwegs ist, kann die spielbare Demo in Halle 10.2 am Stand E40 ausprobieren. Die Messe-Demo bietet einen ersten Einblick in die Erkundung der verzweigten Wege, die Kartenkämpfe und einen ersten Bosskampf. Alternativ steht die Demo auch digital auf der PC-Plattform Steam zum Download zur Verfügung.
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