Saturn, dunkle Korridore und das beklemmende Gefühl, meilenweit von jeder Hilfe entfernt zu sein: Mit DERELIKT kündigt der polnische Publisher Hyperstrange zusammen mit Entwickler Visuwyg einen neuen Retro-FPS an, der sich ganz der Atmosphäre klassischer Sci-Fi-Horrorspiele der späten 90er-Jahre verschreibt. Wenn du Titel wie System Shock 2, Doom 3 oder das oft unterschätzte PS1 -Spiel Alien Resurrection vermisst, könnte dieser Ausflug ins Weltall genau deinen Geschmack treffen. Ein frisch veröffentlichter Showcase-Trailer gibt nun erste Einblicke in das Gameplay der düsteren Forschungsstation.
Überleben im Orbit des Saturns Schauplatz der Handlung ist der Von-Neumann-Außenposten – eine abgelegene Forschungsstation, die direkt in einen verlassenen Asteroiden in der Umlaufbahn des Saturns gebaut wurde. Einst ein Ort wissenschaftlicher Arbeit, ist die Einrichtung inzwischen zu einem schummrigen Labyrinth verkommen: Das Licht flackert, Lebenserhaltungssysteme fallen schrittweise aus und Bedrohungen lauern hinter jeder Ecke. Doch nicht nur die feindselige Umgebung macht dir zu schaffen, sondern auch das Fehlen von verlässlicher Ausrüstung.
In der Rolle der Hauptfigur bist du auf der Station weitgehend auf dich allein gestellt. Die Erkundung verläuft nicht strikt linear. Du durchstreifst verlassene Labor-Trakte, enge Quartiere der Besatzung und verwinkelte Versorgungsschächte. Um tiefere Ebenen freizuschalten, musst du Umwelträtsel lösen und begrenzte Ressourcen wie Munition sowie Heilgegenstände klug verwalten. DERELIKT versteht sich explizit nicht als moderner Power-Fantasy-Shooter, bei dem du mit schwerem Geschütz mühelos durch Gegnermassen marschierst. Stattdessen zählt jede Kugel, während dein Inventarplatz stark beschränkt ist. Neben traditionellen Schusswaffen kommen im späteren Verlauf auch fremdartige Alien-Waffen zum Einsatz.
Verworrene Geschichten und ein authentischer Retro-Look Neben der ständigen Ressourcenknappheit spielt das narrative Element eine tragende Rolle für die Atmosphäre. Auf der Station stößt du auf mehr als ein Dutzend Überlebende. Diese Nicht-Spieler-Charaktere verfolgen jedoch ganz eigene Ziele und erzählen dir keineswegs dieselbe Geschichte über den Vorfall, der das Debakel auslöste. Manche Figuren verfügen über nützliches Wissen, andere sind gefährlich oder verstrickt in eigene Geheimnisse – wem du trauen kannst, musst du in den Gesprächen selbst herausfinden.
Visuell setzt Entwickler Visuwyg konsequent auf den Charme der ersten PlayStation-Generation. Technische Eigenheiten der damaligen Zeit wie typische Texturverzerrungen (Affine Texture Warping), handbemalte Vertex-Farben und starr gerenderte CGI-Zwischensequenzen werden gezielt genutzt, um das typische Spielgefühl der späten 90er einzufangen. Kombiniert wird dieser Nostalgie-Look mit modernen Komfortfunktionen und einer zeitgemäßen Steuerung.
DERELIKT soll noch im Laufe dieses Jahres für den PC erscheinen. Wenn du dir einen eigenen Eindruck verschaffen möchtest, steht der Titel bereits auf Steam zur Wunschliste bereit.
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