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Al Doum & The Faryds veröffentlichen Album Ipnagogico

Psychedelischer Rock und Ritualklang aus Mailand


23.01.2026  Captain  0 Likes  0 Kommentare 
Al Doum & The Faryds veröffentlichen Album Ipnagogico Bild Al Doum & The Faryds veröffentlichen Album Ipnagogico Screenshot Al Doum & The Faryds veröffentlichen Album Ipnagogico Foto

Mit Ipnagogico haben Al Doum & The Faryds ihr sechstes Studioalbum veröffentlicht und schlagen damit ein neues Kapitel in ihrer Bandgeschichte auf. Das Mailänder Kollektiv erweitert seinen bislang stark rituell geprägten Psychedelic-Sound hörbar in Richtung Rock, ohne dabei den tranceartigen Kern zu verlieren. Ipnagogico wirkt wie ein geschlossenes Werk, das Dich langsam hineinzieht und bewusst auf schnelle Höhepunkte verzichtet.

Ein Album zwischen Wachsein und Traumzustand
Der Titel Ipnagogico bezieht sich auf jenen Schwebezustand zwischen Schlaf und Bewusstsein, in dem Wahrnehmung weich wird und sich Realität verschiebt. Genau dieses Gefühl trägt das Album durchgehend. Die Stücke greifen ineinander wie Traumsequenzen, die nicht klar getrennt sind, sondern fließend ineinander übergehen. Ipnagogico von Al Doum & The Faryds versteht diesen Zustand nicht als Eskapismus, sondern als Öffnung für neue kollektive Erfahrungen.

Kollektives Arbeiten als klangliches Fundament
Entstanden ist Ipnagogico erneut im Guscio Recording Studio in Mailand, dem kreativen Zentrum der Band. Dort treffen Improvisationen aus dem Proberaum auf Skizzen von unterwegs und live erprobte Strukturen. Viele Kompositionen wuchsen über Konzerte hinweg und entwickelten sich im direkten Austausch mit dem Publikum weiter. Dieser Prozess ist dem Album deutlich anzuhören und verleiht Ipnagogico eine organische, atmende Qualität.

Gitarren, Stimmen und Bläser im erweiterten Klangraum
Musikalisch setzen Al Doum & The Faryds auf dichtere Gitarrenflächen, eine präsente Bläsersektion und Stimmen, die sich bewusst vom klassischen Gesang lösen. Vocals werden zu Texturen, getragen von Echos, analogen Delays und Überlagerungen. Die Bläser schneiden mit Energie durch die Arrangements und bewegen sich zwischen Postpunk-Anmutung und jazzig-folkigen Momenten, während Percussion rituelle, pulsierende Räume öffnet.

Ipnagogico als zusammenhängende Bewegung
Statt einzelner Songs, die für sich stehen, versteht sich Ipnagogico als fortlaufende Bewegung. Stücke wie Arise I oder Utopia I markieren dabei wichtige Wegpunkte, ohne das Gesamtbild zu dominieren. Das Album lädt dazu ein, es am Stück zu hören und sich auf seine langsame Dramaturgie einzulassen. Ipnagogico von Al Doum & The Faryds öffnet Räume, ohne sie festzulegen, und überlässt die Deutung bewusst dem Hörer.

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