KoRn – The Paradigm Shift

4534 0 3 27. November 2013
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Titel:The Paradigm Shift
EAN:0813985011417
Label:Capitol (Universal)
Release:2013-10-04

Nach ihrem Dubstep-Experiment “The Path of Totality” (2011) kehren die Mitbegründer des Nu-Metal KoRn nun mit ihrem neuen Album “The Paradigm Shift” zu ihren weniger elektro-lastigen Wurzeln zurück.

Nicht zuletzt durch die Rückkehr ihres Gründungs-Gitarristen Brian “Head” Welch, lassen sich in den neuen Tracks alte Klänge wiederfinden.

Der instrumentale Anteil erinnert an die Anfänge und Klassiker der Band, und auch obwohl noch immer kleine Elektro-Einlagen zu hören sind, die den Ur-Fan ängstlich zusammenzucken lassen, ist zu sagen, dass diese bedeutend subtiler als im vorherigen Album sind und gut in die weiterentwickelte Klangwelt KoRns passen. Daher Instrumentalteil: TOPP!

Dies kann man jedoch leider nicht von dem Gesangsteil behaupten: Auch wenn Davis sich auf eine paranoide, scat-singing Art treu bleibt, so wirken die Lyriks meist eintönig und weniger abwechslungsreich, als man es eigentlich gewohnt ist.

Beispielsweise der Opener “Prey for me” versucht zwar gleich zu Beginn die Stimmung mit agressivem Drumming aufzupushen, der kraftlose Refrain zerstört die aufgebaute Dynamik sogleich wieder. Dieses Muster zieht sich leider durch die meisten Tracks: makelloses instrumentales Workout und unauffällige Strophen, die noch gut in die harten Riffs passen, dann jedoch beim Refrain wird jegliche Spannung aufgehoben.

Somit hat man das Gefühl, dass “The Paradigm Shift” musikalisch in die alten Zeiten zurückgreift, jedoch die elementare lyrische Diversität zurückgelassen wird.

Zusammenfassend ist das neue Album, gerade in Zeiten, in denen der Nu-Metal immer mehr unter den Wellen neuerer Musikrichtungen in den Hintergrund tritt, eine Wiedererweckung eben dieser unersetzlichen Strömung und gibt dem Hörer genau das, was sie wollen: Weiterentwickelter Nu-Metal mit Headbanging Metal Strukturen und Davis unverwechselbarem rapp-scatting Gesang. Zwar nicht unbedingt KoRns bestes Album, aber definitiv ein Vintage Album für Fans.

Tracklist:

1. Prey For Me
2. Love & Meth
3. What We Do
4. Spike In My Veins
5. Mass Hysteria
6. Paranoid And Aroused
7. Never Never
8. Punishment Time
9. Lullaby For A Sadist
10. Victimized
11. It’s All Wrong

Fazit

Nicht das Beste Album aller Zeiten, aber auf jeden Fall einmal reinhören wert!

Gesamtwertung

80%

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