DINOSAUR JR.: Eine neue Version des Rock-Kontinuums

65 0 3 23. Februar 2021
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DINOSAUR JR. kehren mit „Sweep It Into Space” zurück, ihrem neuen Album, das am 23. April bei Jagjaguwar erscheint, sowie mit der neuen Single/Video „I Ran Away”.

„Sweep It Into Space” ist ihr erstes neues Album seit dem 2016 erschienenen „Give A Glimpse Of What Yer Not” und setzt den vielleicht besten „Second Act” aller Zeiten einer Band fort. Ursprünglich für Mitte 2020 geplant, wurde der zeitliche Ablauf dieser Platte durch das Auftreten von Corona vereitelt. Aber es bräuchte mehr als nur eine Pandemie, um die exquisite Power dieses Trios zu dämpfen, wenn es einmal in Fahrt ist. Und „Sweep It Into Space” ist ein Meisterwerk von auf den Punkt gebrachter Energie.

In den Jahrzehnten seit der Veröffentlichung von DINOSAUR JR.s Triptychon an Gründungs-Alben ist klar geworden, dass ihr Sound, der einst als eine Form von fast gezähmter Lärm gefeiert wurde, eher eine Art voll funktionierende Popmusik ist/war/immer war. Im Zentrum von allem, was sie taten, standen schon immer Melodien. Was DINOSAUR JR. produzieren, ist nichts anderes als eine schöne neue Version des Rock-Kontinuums – Riff, Power, Beat und Sehnsucht, geschaffen mit einem Blick in die unendliche Zukunft.

Aufgenommen wie immer in Amherst’s Bisquiteen Studio, begannen die Sessions für „Sweep It Into Space” im Spätherbst 2019, nach einer Westküsten-/Südost-Tour. Der einzige zusätzliche Musiker, der dieses Mal zum Einsatz kam, war KURT VILE, der das Album mitproduzierte und die 12-saitige Leadgitarre auf dem beschwingten „I Ran Away” spielte. J MASCIS’ Stimme ist sofort eingängig über den aufsteigenden, elektrisierenden Gitarrenlinien.

Nachdem die Aufnahmen mit KURT unterbrochen wurden, endete J MASCIS damit

„just mimicking a few things he’d done. I was listening to a lot of THIN LIZZY, so I was trying to get some of that dueling twin lead sound. But the recording session was pretty well finished by the time things really hit the fan. When the lockdown happened in March, that meant I was on my own. But it was cool.”

Wie es für DINOSAUR JR. typisch ist, schrieb und singt LOU BARLOW zwei der Dutzend Stücke des Albums (und liefert mit „Garden” seinen vielleicht besten DINOSAUR-Beitrag), und Murphs Schlagzeug-Spiel treibt die Platte an wie ein Go-Cart aus der Hölle. LOUs Songs sind hier so elegant wie immer. Js Tracks fließen und blühen in den verschiedenen Richtungen, die er oft verfolgt. Einige sind Gitarrenheuler, mit einem Saitensound auf halbem Weg zwischen HENDRIX und ASHETON. Einige sind Power-Balladen, und es gibt Anomalien, wie „Take It Back”, das mit einem Blue-Beat-Rhythmus beginnt, der einen an KEITH RICHARDS’ jamaikanische Erkundungen erinnert (zumindest ein bisschen).

Aber es gibt nur sehr wenige Momente, in denen man nicht wüsste, dass man DINOSAUR JR. hört, selbst wenn man die Nadel mit verbundenen Augen an irgendeiner Stelle der Platte ansetzen würde. Sie haben einen unverwechselbaren Sound, so sicher wie es die STOOGES oder SONIC YOUTH oder DISCHARGE jemals hatten. Mit „Sweep It Into Space” erweitern sie ihr persönliches Universum weiter, ohne jemals ihren zentralen Kern zu verlieren.

„Sweep It Into Space” erscheint deutschlandexklusiv auf Opaque White With Purple Splatter Vinyl inkl. Bonus Live Disc, 500 Stück davon mit signiertem Artprint exklusiv via Flight13. Außerdem erscheint „Sweep It Into Space” in Europa auf Opaque Dark Purple Blast als auch Standard schwarzem Vinyl und natürlich CD.

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