Christian Durstewitz – Let Me Sing

1814 0 2 19. November 2010
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Titel:Let Me Sing
EAN:0602527531724
Label:Usfo (Universal)
Release:2010-10-22

Schafft es ein junger Mann von 21 Jahren mit selbstkomponierten Songs auf den dritten Platz einer Castingshow, ist das für sich betrachtet bereits eine Sensation. Wenn es sich bei dieser Castingshow allerdings um Stefan Raabs ambitioniertes „Unser Star für Oslo“ handelt, dürfte klar sein, dass es für einen solchen Erfolg schon etwas mehr gehört, als eine gute Stimme und ein ansprechendes Äußeres. Nicht, dass es Christian Durstewitz an beidem mangeln würde, aber davon abgesehen will der 21-jährige Sohn eines Operntenors so gar nicht in die gängigen Klischees passen, denen sich die Kandidaten solcher Formate hierzulande nur allzu gerne andienen. Und das nicht nur aufgrund seiner aufsehenerregenden Mähne und eines etwas ? nun, nennen wir es einmal ? „unorthodoxen“ Auftretens. Denn Christian Durstewitz ist Musiker. Durch und durch. Ein Vertreter dieser seltenen Spezies, die zum Glücklichsein nicht mehr braucht, als ein Instrument und die eigene Stimme.

Let Me Sing

“Lasst mich singen” – diese einfache Botschaft richtet Christian an uns und wir haben das redaktionsintern natürlich für bare Münze genommen und genauer hingehört. Im Schatten von Lena-Meyer-Landrut scheint sich hier nämlich einer hochzuarbeiten, der durchaus mehr als nur ein Quentchen Glück hatte bei einer Casting-Show sauber abzuschneiden. In der Tat bemerkt man auf “Let Me Sing” recht schnell, dass Durstewitz mehr als nur eine Eintragsfliege ist.

“Let me sing” ist ein Imperativ zum Fröhlichsein! Denn genau das strahlt das Album mit jeder Sekunde Spielzeit aus. Frohsinn und gute Laune. Würde jeder zweite Deutsche das Album morgens beim Zähne putzen hören, wären alle gut drauf, denn das ist durchaus ansteckend. “Viral” sind insbesondere der Opener “Let Me Sing” aber auch die Tracks “Dying Trying” und “I Am”. In „Stalker“ dagegen, der ersten Single-Auskopplung, ist der Titel Programm: Hier schlüpft Christian in die Rolle eines fanatischen Fans, der sich die Nähe zu seinem Idol um jeden Preis erkämpft. So düster das in der Theorie klingt, scheint die Ironie doch nicht zuletzt dank der herrlich schwarzhumorigen Singalong-Parts immer durch.

Tracklist:

01.Let Me Sing 2:55
02.Stalker 2:52
03.Amazing Wonder 3:20
04.Dying Trying 3:03
05.I’m In Love 2:59
06.Don’t Trust Your Eyes 3:19
07.Another Night 4:15
08.I Am 1:45
09.Story Of A Dead Man 3:38
10.Life Engine 2:59
11.Faith 2:31
12.The World Cries! 3:41

Fazit

Christian Durstewitz macht glücklich. DAS ist mal ein Kommentar zu einem Album, das sich sicherlich viele Künstler wünschen würden. Aber "Let me sing" ist in der Tat ansteckend wie ein Virus - nur eben im positiven Sinne.

Gesamtwertung

80%

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