Animal Collective – Crestone (Original Score)

551 0 5 19. Januar 2021
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In der kleinen Wüstenstadt Crestone, Colorado lebt eine Gruppe von SoundCloud-Rappern und Exzentrikern in postsozialistischer Gemeinschaft. Zwischen Natur und Cannabisschwaden schaffen sie ihr ganz eigenes spirituelles Mekka. Das ist die Rahmen von Marnie Ellen Hertzlers Debüt-Spielfilm “Crestone”.

Animal Collective – Crestone (Original Score)

In einer Welt, die zwischen Realität und Fiktion, digital und physisch schwankt, lebt eine Gruppe von SoundCloud-Rappern eine einsame, postsozialistische Existenz in der Wüstenstadt Crestone, Colorado. Einst ein religiöses und spirituelles Mekka für viele, dienen Crestones endlose Sanddünen, Wasserfälle und dunkle Höhlen als Kulisse für Bilder von tätowierten Körpern, Cosplay-Garderoben und Cannabis-schwaden. Crestone erkundet die oft verborgenen Aspekte von Zusammenarbeit und Freundschaft und den menschlichen Wunsch, trotz aller Widrigkeiten durchzuhalten. Wie klingt Musik, wenn es niemanden mehr gibt, der sie postet und teilt?

Der Soundtrack zum Film ist sehr…sagen wir mal “speziell”. Das sind jetzt keine Songs, wie man sie üblicherweise kennt. Also jetzt nichts zum mittanzen, auch nichts, was man unter der Dusche nochmals hervorholen könnte, um den Nachbarn mangelndes Gesangstalent zu beweisen. Nehmen wir als Referenz den Track “Scavenger”. Da zeichnet sich der Sound von Klangschalen-artigen Sphären auf einer Geräuschleinwand aus Verzerrungen ab, gepaart mit Sprachfetzen wie “Keep Walking” oder “We are all waiting for you”. Oder so auch “Benz’s Dream” bestehend aus einem Hallteppich von Piano-artigen Klängen, die einen weiten Klangteppich erzeugen, wie ein “Flokati of Sound”.

Tracklist

01. Dome Yard
02. Eye in the Sky
03. Boxing & Breathing
04. Scavengers
05. Wake Up Ryan
06. Benz’s Dream
07. Sloppy’s Dream
08. Sand That Moves
09. Over the Sangre de Christo
10. EBS
11. Sad Boy Sleeping
12. Ramshack
13. Smoke & Broken Mirror
14. Zapata Falls
15. Oh California
16. Cotton Candy Sky (Dead God Theme)

Fazit

Die Frage, die sich nun stellt: Konnten wir mit Worten die Seele dieses Soundtracks einfangen? Wohl kaum. Lässt sich das Album überhaupt irgendwie bewerten? Schwerlich. Wir haben uns dennoch zu einer Zahl hinreißen lassen, aber was bedeuten schon Zahlen? Musik muss man fühlen. Und wenn ihr euch den Soundtrack zu Crestone anhört, dann denkt nochmals an den "Flokati of Sound". Wir freuen uns über eure Kommentare.

Gesamtwertung

80%

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