Alexisonfire – Dog’s Blood

1196 0 4 8. Januar 2011
Gefällt mir!

Nachdem man seit 2009 nach der Veröffentlichung von „Old Crows/Young Cardinals“ eher weniger seitens eines Albums oder ähnlichem gehört hat, veröffentlichten Alexisonfire am 29. Oktober 2010 die EP (Extended Play) „Dog’s Blood“. Der Release war eigentlich schon Anfang 2010 geplant, allerdings fanden die Jungs keine Zeit zur Veröffentlichung, was wohl an ihrer aktuellen Tour lag.

Alexisonfire – Dog’s Blood

Diese EP ist voll von Liedern, die sich klar von den vorherigen Werken unterscheiden. Was nicht unbedingt als schlecht gelten muss, denn dieser “completely miscellaneous stuff” kann sich wirklich hören lassen. Die Tracks haben einen anderen Stil, wirken etwas heller, also freundlicher, nicht so düster wie einige Teile von „Crisis“, gehen aber mindestens genauso unter die Haut. Ebenfalls sind sie um einiges länger und  erhöhen somit den Wert der Platte, da eine EP meistens nur aus ein paar Songs besteht. Allerdings fühlt sich das Hören von „Dog’s Blood“ nicht an wie bei den meisten EPs. Jeder Song hat einen langen Instrumental-Part, der die musikalische Vielfalt der Band widerspiegelt. Sie beeindrucken wieder mit dem typischen Growling und rauem Gesang von George Pettit und der klaren, super Stimme von Dallas Green, welcher gerade an einem neuen Album für sein Soloprojekt City and Colour arbeitet.

Der Titel „Vex“ allerdings ist das Prunkstück der CD. Komplett instrumental bietet der Song Höhen und Tiefen und wird durch eine klare Gitarren Line unterstützt. Es scheint, als würde die Gitarre den Gesang komplett ersetzen wollen, da diese Line das typische Songmuster aufweist: Vers, Refrain, Vers, Refrain, Bridge, Refrain und ein schnelles, aber geniales Finish.

„Dog’s Blood“ ist nach eigenen Aussagen mit Songs gefüllt, die sich absichtlich von den früheren Werken abgrenzen, da die Band etwas experimentieren wollte. Allerdings wollten sie nicht das eventuelle Missfallen von Hardcore-Fans auf sich ziehen, deshalb haben sie sich entschieden, nur eine EP zu veröffentlichen. Dass diese den Jungs irgendjemand übel nehmen wird, ist zu bezweifeln, da die Songs genau das bieten, was man beim Musikhören erwartet: Abwechslung, gute melodische Unterstützung des Gesangs und Growlings und Titel die im Gedächtnis bleiben (gerade der Riff in „Vex“ geht ins Ohr). Eigentlich ist es schade, dass nicht ein komplettes Album mit diesem „experimentellen“ Inhalt erschienen ist, denn es gibt im Metalcore kaum eine so wandelbare und vielseitige Band wie Alexisonfire, was mit dieser EP wieder eindrucksvoll gezeigt wurde.

Fazit

„Dog’s Blood“ ist für jeden Metalcore-Fan eine schöne Abwechslung der sich ständig wiederholenden Muster dieses Genre und bietet viel gute Musik.

Gesamtwertung

90%

» Wie wir bewerten - Hinweise und Erläuterungen zu unserem Wertungssystem

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.