Age of Orange – Across the Shades

1003 0 0 25. Oktober 2009
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Titel:Across the Shades
EAN:4024572411305
Label:Goldene Zeiten (Cargo Records)
Release:2009-10-23

Vielfalt ist an sich nichts schlechtes. Dennoch ergibt sich bei der Rezension zu “Across the Shades” von der Mönchengladbacher Kombo “Age of Orange” ein Problem: Ist diese Zusammenstellung an Tracks der verschiedensten Rock-Arten noch Vielfalt? Oder schon ein Indiz dafür, dass sich die Band noch nicht selbst gefunden hat und dabei ist ihr Profil zu schärfen? Wir haben uns den zweiten Silberling der Band jedenfalls genauer angehört und uns ein Bild davon gemacht…

Age of Orange – Across the Shades

Während “Hip Hip Shake” (abgesehen von den Vocals) schon sehr an “Type O Negative” erinnert, ist schon das nachfolgende “In Too Deep” ein echter Partysong (der bekannten Partyrockern wie “Blink 182” angelehnt scheint). Track 7 “Everest” erinnert mit experimentellen Hooklines und exotischen Gitarrenriffs stellenweise wiederum an “Muse” und so gehts weiter. Nein, “geklaut” ist es nicht, das wäre sicherlich übertrieben und auch nicht gerecht gegenüber der Band, aber man glaubt eben das eine oder andere schonmal woanders gehört zu haben. Dieser Eindruck lässt einen nie wirklich los, schade.

Das Album klingt auch sonst etwas zu “glatt”, zu “domestiziert”. Wie eine Rockband in der Küche. Die Produktion kommt ohne Ecken und Kanten daher, das Schlagzeug scheint ohne Tom-Toms ausgestattet zu sein und liefert für die geradlinigen Stücke zu wenig Verspieltes, um Vielhörer auch zu beschäftigen. Damit wir uns recht verstehen: Die Jungs haben ihr Handwerk drauf und die Stücke haben Potential, aber es klingt ein wenig, als hätte man der Band entweder recht wenig Spielraum im Studio gegeben oder sie wollten es ganz bewußt so klingen lassen. Etwas mehr “Dreck” hätte dem Album aber sicherlich nicht geschadet. Live bieten die Stücke sicherlich mehr. Und etwas mehr Mut zum Anderssein hilft sicher zusätzlich, um das dritte Album bei uns in Award-Regionen zu bringen.

Anspieltipps:

1. Is This The Life
7. Everest

Tracklist:

1. Is This The Life
2. These Tracks
3. Hip Hip Shake
4. In Too Deep
5. Nowhere
6. Curtains Fall
7. Everest
8. All These Pictures
9. Best Of Me
10. One Signal
11. Cannonballs
12. Waterfalls

Fazit

Vielfalt oder Selbstsuche? Letztlich haben wir uns für letztere Variante entschieden und vermissen einen roten Faden, eine rockigere Produktion und mehr Mut zur Farbe Orange. Da geht noch was, nur eben nicht diesmal.

Gesamtwertung

50%

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