Interview mit Sabrina Burkhardt

3556 0 2 2. Februar 2009
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Die ESL Pro Series, Deutschlands Bundesliga für Computerspiele, gastierte am 1. Juni 2007 in Stuttgart und wir haben es uns nicht nehmen lassen dabei zu sein. Bei einem spannenden Match verlor das Team Triad um Sabrina “ginga” Burkhardt sein Match gegen den Vize-Meister n!faculty. Wir fragen mal nach…

GRDB: Hallo Sabrina. Schade, heute hat es leider nicht für einen Sieg gegen das Team n!faculty gereicht. Woran hat es gelegen?
Sabrina Burkhardt: Es war ein schwieriges Match und n!faculty war einfach besser. Wir werden uns jetzt wohl erstmal die Aufzeichnung ansehen müssen und dann mal analysieren was wir falsch gemacht haben. Wir hatten massiven Stress bei der Anreise und haben wegen Verspätungen auch ein paar Strafpunkte kassiert, was die Situation sicher nicht einfacher gemacht hat. Auch das Interesse der Medien, die ganzen Kameras und so…das alles hat sicher dazu beigetragen.

GRDB: Nach dem Event, wie geht es jetzt weiter? Hat die Niederlage irgendeine konkrete Auswirkung auf das Training?
Sabrina Burkhardt: Nun, nachdem wir damit den Einzug ins Finale verpaßt haben, haben wir jetzt wohl etwas weniger Training. Aber es ist und bleibt nur ein Hobby, ein Spiel eben. Und solange der Spaß im Vordergrund steht ist das alles nicht so schlimm…

GRDB: Wie muss man sich das Leben einer Pro-Spielerin vorstellen? Wieviel trainierst du?
Sabrina Burkhardt: In der Regel trainieren wir jeden Abend von 20 bis 22 Uhr, aber am Ende hängt vieles von der Tagesform ab, es ist ein kleines bisschen so wie bei einem Fussballer. Außerdem steht bei mit jetzt das Abitur vor der Tür, bzw. die mündliche Prüfung dazu. Danach kommt dann ein Studium, es soll in Richtung Kunststofftechnik gehen.

GRDB: Wie bist du zu Counterstrike gekommen?
Sabrina Burkhardt: Ein Schulkamerad hat mich angesteckt. Am Anfang hatte ich eher Respekt vor solchen Spielen, aber während einer Projektwoche in der Schule haben wir dann immer mehr Ego-Shooter gezockt. Dann kamen bessere Rechner, eine ISDN-Leitung und ich wollte mich mit anderen messen, auch mit anderen Frauen. Aber das ist nix für mich. Ich spiele lieber mit Jungs.

GRDB: Gibt es noch andere Spiele, die bei dir besonders im Fokus stehen?
Sabrina Burkhardt: Nicht wirklich, denn dafür bleibt kaum die Zeit. Wenn dann hin und wieder ein bisschen WC3 Dota und das wars.

GRDB: Abschließend noch eine Frage, die du sicher schon oft gehört hast. Wie ist es als einzigste Frau in der Liga zu spielen?
Sabrina Burkhardt: Eigentlich ist es nichts besonderes. Jede Frau könnte das wenn sie wollte.

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