Oscar-Preisträger Paweł Pawlikowski meldet sich mit einem neuen historischen Kinofilm zurück. Sein Drama "Vaterland" hat bereits bei den 79. Internationalen Filmfestspielen von Cannes für Aufsehen gesorgt und wurde dort mit dem begehrten Preis für die Beste Regie ausgezeichnet. Nachdem der Film als Eröffnungswerk des 43. Filmfests München seine Deutschlandpremiere feierte, steht nun fest, wann du das Werk auf der großen Leinwand erleben kannst: Der Verleih Neue Visionen bringt das Drama am 3. September 2026 bundesweit in die deutschen Kinos.
Eine emotionale Reise durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland In "Vaterland" nimmt dich der Regisseur mit auf eine bewegende Reise in das Jahr 1949. Im Mittelpunkt stehen der Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seine Tochter Erika. Anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Wolfgang von Goethe kehrst du an der Seite der beiden Protagonisten erstmals seit ihrer Flucht ins US-amerikanische Exil in ihr zerstörtes Heimatland zurück. Was als symbolischer Besuch beginnt, entwickelt sich rasch zu einem emotionalen und vielschichtigen Roadtrip quer durch die verschiedenen Besatzungszonen.
Die Route führt von Frankfurt am Main in der US-amerikanischen Zone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Auf beiden Seiten der noch jungen innerdeutschen Grenze hoffen die Menschen auf Worte des Trostes, der Vergebung und der gesellschaftlichen Orientierung von einem der bedeutendsten deutschen Schriftsteller jener Zeit. Doch die Reise verläuft keineswegs ohne Spannungen: Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Thomas Mann zwar einerseits hofiert, sieht sich andererseits aber auch scharfer Kritik und Beschimpfungen ausgesetzt.
Gleichzeitig verwebt die Handlung die große historische Kulisse mit einer intimen Familiengeschichte. Während im Außenbereich die Trümmer der Städte die Folgen des Zweiten Weltkriegs verdeutlichen, eskaliert im Hintergrund leise das persönliche Drama innerhalb der Familie Mann. Für Erika und ihren Vater, den seine Kinder oft scherzhaft als "den Zauberer" bezeichneten, wird die Reise durch das verwundete Land zu einer schonungslosen Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und der eigenen Identität.
Eindrucksvolles Ensemble und prämierte Regie Paweł Pawlikowski hat sich bereits mit preisgekrönten Werken wie "Ida" und "Cold War – Der Breitengrad der Liebe" einen Namen als Meister des verdichteten und bildgewaltigen Erzählens gemacht. Auch in seinem achten Spielfilm widmet er sich erneut den komplexen Verflechtungen der europäischen Nachkriegsgeschichte. Bei "Vaterland" handelt es sich um eine internationale Koproduktion zwischen Polen, Deutschland, Italien und Frankreich. Mit einer Laufzeit von kompakten 82 Minuten konzentriert sich die Inszenierung auf eine präzise Schilderung des Spannungsverhältnisses zwischen Kunst, Politik und persönlichem Schicksal.
Vor der Kamera versammelt das Projekt eine hochkarätige deutsche Besetzung. Hanns Zischler übernimmt die Rolle des gealterten Thomas Mann, während Sandra Hüller seine Tochter Erika verkörpert. In weiteren Rollen sind unter anderem August Diehl, Devid Striesow, Joachim Meyerhoff, Fritzi Haberlandt, Milan Peschel und Enno Trebs zu sehen. Wenn du dich vorab über den Film informieren möchtest, bietet die offizielle Website neben dem Trailer auch weiterführende Informationen zum Cast sowie einen Kinofinder für den bevorstehenden Start.
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