Wenn Du Gefallen an abenteuerlicher Instrumentalmusik findest, die technische Präzision mit echter emotionaler Tiefe kombiniert, dürfte das britische Duo Gudewife ein spannender Kandidat für Deine Playlist sein. Das Doppel aus dem Nordwesten Englands hat die Veröffentlichung seiner neuen EP namens "Atoms, Don't Die" für den 24. Juli angekündigt. Das Werk erscheint über das Label Ripcord Records. Als ersten Vorgeschmack präsentierten die Musiker zeitgleich ein neues Musikvideo zum Stück "When Silence Forgets Itself", das über das Magazin Everything Is Noise seine Premiere feierte.
Komplexer Math-Rock mit emotionalem Kern Gudewife bestehen aus dem Gitarristen Luke Burrows und dem Schlagzeuger Tom Holmes. Innerhalb der britischen Underground-Szene hat sich die Formation in der jüngeren Vergangenheit kontinuierlich einen Namen erarbeitet. Unter anderem teilte sich das Duo die Bühne bereits mit bekannten Genre-Vertretern wie Alpha Male Tea Party, Pleiades und Vordermann. Soundtechnisch verbinden die beiden Musiker Elemente aus Math-Rock, Post-Rock, Ambient, Jazz, IDM sowie Psychedelic- und Progressive-Rock zu einem dynamischen Gesamtbild.
Das Fundament der Kompositionen bilden die kantigen, hochgradig melodischen Gitarrenläufe von Luke Burrows, die auf die oft rastlosen, vertrackten Rhythmen von Drummer Tom Holmes treffen. Angereichert wird dieser Stil durch vernebelte Synthesizer-Texturen und den Einsatz atmosphärischer Klangschnipsel sowie Alltagsgeräusche. Klanglich erinnert die Intrikanz der Arrangements an Bands wie Don Caballero oder Battles, während die emotionale Wucht Anleihen bei Explosions in the Sky und 65daysofstatic erkennen lässt. Charakteristisch sind abrupt wechselnde Taktarten und Tempi: Die Stücke bewegen sich stellenweise kurz vor dem kollapsartigen Chaos, ehe sie mit chirurgischer Genauigkeit wieder in den Fokus rücken. Die Redaktion von Everything Is Noise bescheinigte dem Vorab-Song, dass er
das beklemmende Gefühl einfängt, dem ständigen Lärm des modernen Lebens nicht entkommen zu können
.
Eine klangliche Betrachtung von Verlust und Wandel Inhaltlich versteht sich "Atoms, Don't Die" als eine vielschichtige Meditation über den Begriff des Verlusts. Der EP-Titel beruht auf dem physikalischen Konzept, dass Materie im Universum niemals völlig ausgelöscht wird, sondern sich lediglich verteilt und ihre Form verändert. Auf dieser gedanklichen Grundlage verarbeiten die fünf Titel Themen wie Sterblichkeit, Trauer, das Verfliegen der eigenen Jugendzeit und den Verlust von Glaubenssätzen. Musikalisch deckt das Material ein breites Spektrum ab, das von nachdenklichen Ambient-Passagen bis zu extrem verdichteten, energetischen Ausbrüchen reicht.
Klanglich veredelt wurde das Werk von Produzent Tom Peters in den Trapdoor Studios, das abschließende Mastering übernahm Stephen Kerrison. Auch musikalische Gäste sind vertreten: Das Eröffnungsstück entstand unter Mitwirkung von Hala Alyan, während auf dem Song "Millennial Rot" die Band Pleiades zu hören ist.
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