Focusrite erweitert Control 2 auf zahlreiche Audio-Interfaces, die bisher noch mit der ursprünglichen Focusrite-Control-Software verwaltet wurden. Besitzer ausgewählter Scarlett- und Clarett-Modelle können die modernisierte Anwendung ab sofort im Rahmen einer öffentlichen Beta ausprobieren. Sie erhalten damit eine überarbeitete Oberfläche, besser lesbare Pegelanzeigen, eine vereinfachte Signalführung und automatische Aktualisierungen. Vor dem Wechsel gibt es allerdings einige Punkte zu beachten.
Focusrite Control 2 öffnet sich für ältere Audio-Interfaces Focusrite Control 2 war zunächst vor allem für die vierte Generation der Scarlett-Reihe vorgesehen. Inzwischen erweitert der Hersteller die Kompatibilität deutlich. Die neue Public Beta unterstützt auch Scarlett-Interfaces der dritten Generation, Clarett+, Clarett USB sowie ausgewählte größere Scarlett-Modelle der zweiten Generation.
Damit vereinheitlicht Focusrite die Steuerung verschiedener Produktgenerationen. Wenn Du Dein Interface schon seit einigen Jahren nutzt, erhältst Du dadurch Zugang zur aktuellen Anwendung, ohne neue Hardware kaufen zu müssen.
Der Wechsel ist freiwillig. Da sich die zusätzliche Unterstützung noch in einer öffentlichen Testphase befindet, kannst Du grundsätzlich weiterhin die bisherige Software verwenden. Gerade bei einem stabil eingerichteten Produktionssystem solltest Du abwägen, ob Du sofort wechselst oder die weitere Entwicklung der Beta abwartest.
Diese Scarlett- und Clarett-Modelle erhalten die Public Beta Zur erweiterten Kompatibilität gehört die gesamte dritte Generation der Scarlett-Reihe. Das umfasst sowohl kompakte Modelle wie Scarlett Solo und 2i2 als auch Interfaces mit umfangreicheren Ein- und Ausgängen.
Ebenfalls unterstützt werden Clarett+ und Clarett USB. Bei der zweiten Scarlett-Generation beschränkt sich die neue Unterstützung auf Scarlett 6i6, 18i8 und 18i20. Kleinere Modelle dieser Generation werden in Focusrites Mitteilung nicht als Teil der Public Beta genannt.
Scarlett-Interfaces der vierten Generation und das ISA C8X waren bereits regulär mit Focusrite Control 2 kompatibel. Andere ältere Geräte, Saffire-Interfaces oder nicht ausdrücklich genannte Modelle solltest Du nicht allein aufgrund ihres USB-Anschlusses als kompatibel betrachten.
Da Focusrite seine Hilfeseiten schrittweise aktualisiert, können einzelne ältere Supportartikel noch den bisherigen Kompatibilitätsstand anzeigen. Entscheidend ist die aktuelle Public-Beta-Mitteilung des Herstellers und der für Dein konkretes Modell angebotene Download.
Die neue Bedienoberfläche soll den Studioworkflow beschleunigen Focusrite Control 2 übernimmt die grundlegende Aufgabe der bisherigen Anwendung. Du kannst damit die Funktionen Deines Audio-Interfaces verwalten, Ein- und Ausgänge konfigurieren und unterstützte Routing- beziehungsweise Monitoring-Einstellungen anpassen.
Die Benutzeroberfläche wurde neu gestaltet. Focusrite spricht von einer klareren Struktur und einem überarbeiteten Mixer. Häufig benötigte Bedienelemente sollen leichter erreichbar sein, sodass Du weniger Zeit mit der Suche nach Einstellungen verbringst.
Wie umfangreich die Steuerung ausfällt, hängt weiterhin vom angeschlossenen Interface ab. Ein Modell mit wenigen Ein- und Ausgängen bietet naturgemäß weniger Routingoptionen als ein 18i20 oder Clarett+ 8Pre. Die neue Anwendung fügt der Hardware keine Anschlüsse oder Funktionen hinzu, die das Gerät technisch nicht besitzt.
Besseres Metering macht Pegel schneller erkennbar Zu den sichtbarsten Verbesserungen gehören die überarbeiteten Pegelanzeigen. Focusrite Control 2 stellt Ein- und Ausgangssignale übersichtlicher dar und verwendet präzisere Spitzenwertanzeigen.
Beim Einpegeln kannst Du dadurch schneller erkennen, ob ein Signal ausreichend laut ist oder in einen kritischen Bereich gelangt. Das ist besonders praktisch, wenn mehrere Mikrofone beziehungsweise Instrumente gleichzeitig angeschlossen sind oder wenn Du verschiedene Kopfhörermischungen verwaltest.
Die Software ersetzt trotzdem nicht das saubere Einpegeln in Deiner Aufnahmeanwendung. Die Anzeigen helfen Dir bei der Kontrolle des Interfaces, während die Pegel in Deiner DAW zusätzlich von deren Signalweg, Plugins und Spurkonfiguration abhängen können.
Intuitives Routing vereinfacht komplexere Setups Focusrite verspricht einen direkteren Routing-Workflow. Bei kompatiblen Interfaces kannst Du festlegen, welche Hardwareeingänge und Softwarekanäle an bestimmte Ausgänge oder Kopfhörermischungen gesendet werden.
Das ist beispielsweise nützlich, wenn Du einen separaten Mix für einen Sprecher, Sänger oder Musiker erstellen möchtest. Auch externe Effektgeräte, zusätzliche Monitorpaare und digitale Verbindungen über Adat oder S/Pdif können je nach Modell in das Routing einbezogen werden.
Focusrite Control 2 soll diese Zusammenhänge verständlicher visualisieren als die vorherige Anwendung. Trotzdem lohnt es sich, bestehende Routings vor dem Wechsel zu dokumentieren. Gerade bei umfangreichen Studiokonfigurationen ist nicht garantiert, dass jede alte Einstellung unverändert in der Beta erscheint.
Focusrite Control muss vor dem Wechsel entfernt werden Wenn Dein Interface bisher mit der ursprünglichen Focusrite-Control-Anwendung arbeitet, kannst Du nicht einfach beide Programme parallel für dasselbe Gerät verwenden. Focusrite weist darauf hin, dass die alte Anwendung vor der Installation von Focusrite Control 2 deinstalliert werden muss.
Public Beta bedeutet zusätzliche Funktionen mit Restrisiko Eine öffentliche Beta ist für einen breiteren Praxistest vorgesehen. Die Software kann bereits weitgehend funktionieren, aber noch Fehler oder gerätespezifische Einschränkungen enthalten. Nutzerberichte helfen dem Hersteller dabei, Probleme vor einer regulären Freigabe zu erkennen.
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