Wenn Beziehungsgeschichten und persönliche Erinnerungen zu mächtigen Spielkarten werden: Das brasilianische Indie-Studio Soneka Games hat gemeinsam mit dem Publisher Vsoo Games das handgezeichnete Roguelike-Deckbuilder-Spiel Dreamcards veröffentlicht. Nach einer vierjährigen Entwicklungszeit, die von einem siebenköpfigen Team getragen wurde, ist der ungewöhnliche Titel ab sofort für den PC über die Plattform Steam erhältlich. Zum Verkaufsstart erwartet dich direkt ein zeitlich begrenzter Veröffentlichungsrabatt von 15 Prozent auf den regulären Preis von 10,25 Euro.
Beziehungen als Grundstein für mächtige Karten-Synergien In Dreamcards schlüpfst du in die Rolle der Hauptfigur Self, deren Alltag und nächtliches Traumleben auf besondere Weise miteinander verwoben sind. Tagsüber begegnest du Menschen aus deinem Umfeld und erlebst persönliche Momente. In der Nacht verwandeln sich genau diese Beziehungsfragmente und Alltagserfahrungen in Spielkarten. Mit diesem Kartendeck trittst du in wiederkehrenden Träumen gegen das innere Monster – das sogenannte Monster Within – an.
Spielmechanisch beschreitet Dreamcards einen interessanten Weg, indem es die grundlegenden Mechanismen eines Deckbuilders selbst als Motoren für deine Taktik nutzt. Das Ziehen neuer Karten, das Generieren zusätzlicher Aktionen, der Kauf sowie der Ausbau deines Decks, die Umwandlung von Ressourcen und das mehrfache Ausspielen einzelner Karten lassen sich stufenlos skalieren und miteinander verbinden. Jede Beziehung der Hauptfigur bietet ein eigenes strategisches Fundament. Da Karten jedoch die Grenzen dieser Kategorien überschreiten können, lassen sich unterschiedliche Ansätze so miteinander kombinieren, dass eine Strategie die nächste befeuert. Das Spiel ermutigt dich ausdrücklich dazu, im späteren Spielverlauf extrem mächtige Synergien aufzubauen und die Spielzahlen spektakulär in die Höhe zu treiben.
Wortlose Erzählung inspiriert von Tarot und Cordel-Literatur Ein weiteres prägendes Element von Dreamcards ist die Art und Weise, wie die Geschichte transportiert wird. Das Spiel kommt völlig ohne gesprochene Dialoge, Bildschirmtexte oder beschreibende Worte aus. Die Vergangenheit und Gefühlswelt von Self entfalten sich stattdessen ausschließlich über visuelle Eindrücke: Mehr als 80 wortlose Erinnerungen und über 200 handgezeichnete Illustrationen sowie Animationen begleiten deine Reise.
Künstlerisch inspiriert ist die Optik von der Symbolik klassischer Tarotkarten sowie der traditionellen brasilianischen Cordel-Literatur, die für ihre charakteristischen Holzschnitt-Illustrationen bekannt ist. Der frisch veröffentlichte Launch-Trailer gibt bereits erste Einblicke in diese handgezeichneten Zwischensequenzen und zeigt, wie drastisch sich die Schadenswerte und Karteneffekte bei ausgefeilten Spielzügen steigern lassen. Wer auf der Suche nach einem taktischen Kartenspiel mit unverbrauchtem künstlerischen Ansatz ist, kann sich ab sofort selbst ein Bild davon machen.
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