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Die Blutgräfin: Neue Vampirkomödie startet im Oktober 2026 im Kino

Ulrike Ottingers Vampir-Satire besetzt Isabelle Huppert in Wien.



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Du liebst schrägen Humor, Vampirmythen und hochkarätiges Arthouse-Kino? Dann solltest du dir schon jetzt einen Termin im Kalender anstreichen. Mit "Die Blutgräfin" bringt die bekannte Regisseurin Ulrike Ottinger eine ungewöhnliche Vampirkomödie auf die große Leinwand. Der Film feierte seine Weltpremiere bei den 76. Internationalen Filmfestspielen in Berlin im Rahmen der Berlinale Special Gala und stieß dort auf große Begeisterung bei Publikum und Fachkritik. Am 29. Oktober 2026 startet das Werk im Verleih von Neue Visionen bundesweit in den deutschen Kinos.

Eine wilde Jagd durch das morbide Wien

Die Handlung entführt dich in das moderne Wien, wo die berüchtigte Blutgräfin (gespielt von der französischen Ausnahmeschauspielerin Isabelle Huppert) nach Jahrhunderten des Verschwindens plötzlich wieder auftaucht. In der Überlieferung gilt sie als eine der aktivsten Vampirinnen des 16. Jahrhunderts, die eine ausgeprägte Vorliebe für junge Dienstmädchen hatte. In der Gegenwart hat sie jedoch ganz andere Sorgen: Gemeinsam mit ihrer dauer-gestressten Zofe Hermine (Birgit Minichmayr) begibt sie sich auf die Suche nach einem ominösen, alten Buch. Dieses Artefakt besitzt die unheimliche Macht, jegliches Böse zu vernichten – was auch die Existenz aller Blutsauger auf einen Schlag beenden würde.

Doch die Suche gestaltet sich alles andere als einfach. Die Gräfin und ihre Wiener Vampir-Bande bekommen es mit gleich mehreren verfeindeten Parteien zu tun. Auf der einen Seite formiert sich eine recht bizarre Allianz aus gesetzestreuen Ordnungsmächten und überzeugten Vegetariern, die den Untoten das Handwerk legen wollen. Auf der anderen Seite sorgt ein Kongress von Geisteswissenschaftlern für Verwirrung, die ausgerechnet versuchen, die Identität der Vampire im Zeitalter ihrer digitalen Reproduzierbarkeit akademisch zu zerlegen. Als reines Forschungsobjekt versteht sich die Gräfin allerdings überhaupt nicht. Stattdessen entwickelt sich eine rasante Schnitzeljagd durch die historisch-morbide Kulisse Wiens – vorbei an düsteren Gruften, schaurigen Friedhöfen bis hin zum berühmten Riesenrad, stets verfolgt von zwei beharrlichen Vampirforschern und einem hartnäckigen Polizeiinspektor.

Prominentes Ensemble und literarische Unterstützung

Neben der schrägen Story überzeugt das Projekt vor allem durch seine prominente Besetzung und die Beteiligung hochkarätiger Kulturschaffender. Für die Dialoge des rund 119 Minuten langen Films zeichnet unter anderem die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek verantwortlich, die der Komödie ihren ganz eigenen sprachlichen Feinschliff verliehen hat. Die visuelle Gestaltung übernahm der renommierte Kameramann Martin Gschlacht, der erst 2024 mit dem Silbernen Bären für seine herausragende Kameraarbeit im Drama "Des Teufels Bad" ausgezeichnet wurde.

Auch vor der Kamera liest sich die Besetzungsliste wie ein Treffen prominenter Darstellerinnen und Darsteller: Neben Isabelle Huppert und Birgit Minichmayr gehören unter anderem Lars Eidinger, Thomas Schubert, Karl Markovics, André Jung und Burghart Klaußner zum Ensemble. Ebenfalls mit von der Partie sind Tom Neuwirth (bekannt als Conchita Wurst), ChrisTine Urspruch, Maresi Riegner, Marco Lorenzini, Inge Maux, Noah Saavedra und Valentin Postlmayr. Die Koproduktion aus Österreich, Luxemburg und Deutschland verspricht eine vielschichtige Mischung aus Morbidität, Aberwitz und feinsinniger Satire.

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