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Black Marble kündigt neues Album „Life in Small Spaces“ an

Neue Musik von Chris Stewart erscheint im August bei Sacred Bones.


21.08.2026  Redaktion  0 Likes  0 Kommentare 
Fünf Jahre nach seinem letzten Studioalbum „Fast Idol“ meldet sich Chris Stewart alias Black Marble mit neuer Musik zurück. Am 21. August 2026 erscheint sein neues Werk „Life in Small Spaces“ über das Label Sacred Bones Records. Wenn du das Soloprojekt des New Yorker Künstlers schon länger verfolgst, darfst du dich auf ein Album freuen, das gewohnte Muster aufbricht und sich inhaltlich wie musikalisch auf neue Pfade wagt.

Weniger Synthesizer, mehr Gitarre und Live-Charakter
Seit der Gründung von Black Marble im Jahr 2012 prägte das Projekt ein von der Synthwave-Renaissance inspiriertes Klangbild. Doch auf „Life in Small Spaces“ schlägt Stewart eine etwas andere Richtung ein. Die sonst für seine Musik typischen dichten Synthesizer-Wände treten diesmal zurück. Stattdessen setzt der Musiker verstärkt auf einfache Gitarrenriffs, die von College Radio und Independent-Musik inspiriert sind, sowie auf Live-Drum-Samples. Dadurch erhält das Album einen direkteren, lebendigeren Sound.

Stewart vergleicht die Klangästhetik des neuen Materials selbst mit einem besonderen Hörerlebnis:
Ich wollte diese glockenartige, hypnotische Qualität erzeugen. Wie ein Radiosender, der genau zwischen zwei Frequenzen liegt.
Chris Stewart
Beim ersten Durchlauf erinnert die Platte tatsächlich an ein melancholisches Sendesignal einer nächtlichen Samstags-Show. Erst nach und nach schälen sich die Geschichten, Figuren und Kernthemen aus den elf Songs heraus.

Reflexion über die Musikbranche und künstlerische Freiheit
Inhaltlich versteht sich „Life in Small Spaces“ als kritische Auseinandersetzung mit der modernen Musikindustrie, dem Druck der Selbstdarstellung und der Frage nach echter Authentizität. Die Inspiration dafür zog Stewart aus Beobachtungen im eigenen Umfeld und persönlichen Einblicken in die Branche.
Ich wusste schon immer, dass viele Menschen in der Musikbranche Schwierigkeiten hatten, über die Runden zu kommen, aber es hat mich überrascht zu erfahren, dass es den Leuten, von denen man dachte, dass es ihnen gut gehen würde, oft gar nicht so gut ging. Für mich hat diese Einblicke in die Branche von innen meine Sichtweise verändert. Wenn ich zu einer Plakatwand aufblickte, auf der ein neuer Künstler zu sehen war, fragte ich mich: Muss ich eines Tages so tun, als wäre ich jemand, der ich nicht bin, um erfolgreich zu sein? Das Leben eines Künstlers geht weiter, auch wenn der große Moment vorbei ist, weißt du? Wer willst du also letztendlich sein und wie möchtest du von den Menschen gesehen werden, die dich kennen?
Chris Stewart
Für Stewart ist das Album somit ein Plädoyer für den Erhalt der eigenen Werte – selbst wenn dies bedeutet, auf materiellen Komfort oder den schnellen Aufstieg zu verzichten. Es geht darum, Musik als echte Berufung zu verstehen und sich nicht in den Zwängen der Industrie zu verlieren.
Dieses Album behandelt genau die Themen, über die ich als Künstler sprechen möchte. Es zeigt, wo ich in diesem Augenblick stehe. Und ich weiß, dass ich mit diesen Gefühlen nicht allein bin.
Chris Stewart
Symbolträchtiges Artwork und eigenständige Produktion
Auch nach 14 Jahren und inzwischen sieben Veröffentlichungen schreibt und produziert Stewart all seine Alben komplett in Eigenregie. Seine Arbeitsweise ist weiterhin geprägt von analogem Equipment und Maschinen, die man manuell einstellen und warmfahren muss.

Dieses Motiv der Selbstbestimmtheit zieht sich auch durch das visuelle Konzept. Das Coverfoto zeigt Stewart allein in einem kargen, nur spärlich eingerichteten Raum inmitten einer Konfettiwolke. Es versinnbildlicht eine eigene, kleine Welt, die zwar reduziert wirkt, aber vollkommen dem Künstler selbst gehört.

Tracklist
  1. It Always Comes to Me
  2. Jim Carol New Year
  3. Anything
  4. Get Back Up
  5. Other Man's Dream
  6. Guess
  7. Life Without
  8. Missing History
  9. Panopticon Calls
  10. Picture When
  11. Sonny Boy

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