Synecdoche, New York (DVD)

940 0 4 8. Januar 2010
Gefällt mir!

Titel:Synecdoche New York
EAN:4260157712652
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:HMH Hamburger Medien Haus
Release:2009-11-26

Mit ‘Synecdoche, New York’ gibt Charlie Kaufmann, der durch Drehbücher wie ‘Being John Malkovich’ bekannt wurde, sein Regiedebüt. Kaufmann handelt in diesem rund zweistündigen Werk, die Themen Liebe, Familie, Tod und Sex ab.

Vom Theater zum Film…

Im Mittelpunkt des Films steht der erfolgreiche Theaterregisseur Caden Cotard, gespielt von Philip Seymour Hoffman. Er lebt in Schenectady im Bundesstaat New York und will nach dem Gewinn eines großen Theaterpreises ein neues, monumentales Stück kreieren. Kurz darauf wird bei ihm ein Augenleiden diagnostiziert. Dies jedoch scheint nur der Anfang  einer Reihe Nervenkrankheiten zu sein. Und sei das nicht genug, verlässt ihn kurz darauf seine Ehefrau Adele mit Tochter Olive. Zuerst gibt sie vor einen Urlaub in Frankreich machen zu wollen, jedoch kommt sie aus diesem nicht mehr zurück. Später stellt sich heraus, dass Adele eine erfolgreiche Künstlerkarriere in Berlin begonnen hat. Währenddessen bahnt sich eine Liebesbeziehung zwischen Caden und der schönen Kassiererin Hazel an, die aber wieder schnell endet. Caden merkt, dass sein Leben mehr und mehr aus den Fugen gerät. Er beschließt, dass er etwas unternehmen muss. Daraufhin mietet er eine riesige Lagerhalle in New York in der er eine fiktive neue Welt aufleben lässt, in der die Schauspieler ein ebenso fiktives Leben leben.

Gemischte Gefühle

Als Zuschauer muss man dem Film seine ganze Aufmerksamkeit schenken, dennoch meint man in jeder Szene mindestens zwei wichtige Aspekte übersehen zu haben. Kaufmann hinterlässt nach zwei Stunden Film ein Wirrwarr aus Emotionen und Gefühlen, denn einerseits ist er sehr komisch, aber auf der anderen Seite auch tief traurig. Er beinhaltet viele, nur schwer zu erkennende Botschaften, die einem erst nach dem zweiten mal Sehen auffallen. Am Ende des Films ist man einerseits froh, dass dieses schier endlose Labyrinth von Film ein Ende hat, andererseits beginnt man da erst zu verstehen und man merkt schnell, dass einige Rätsel ungelöst bleiben.

Auch bemerkt man den immer wieder kehrende Stil von Kaufmann, der auch schon aus früheren Werken bekannt ist. Denn nahezu alle vorkommenden Beziehungen scheitern und alle Akteure scheinen depressiv zu sein. Es kommt einem so vor, als fehle ein Wiederausgleich zu all dem, der den Film auch interessanter machen würde.

Die Qualität von Ton und Bild sind gut und professionell. Als Specials gibt’s verschiedene Interviews, eine Bildergalerie, Filmografien und Trailer.

Fazit

Alles in allem kann man sagen, dass das kreative Regiedebüt von Kaufmann geglückt ist, jedoch mit viel Luft nach Oben.

Gesamtwertung

65%

» Wie wir bewerten - Hinweise und Erläuterungen zu unserem Wertungssystem

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.