Review: The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft

486 0 11 26. März 2021
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Beim Studium der Fakten zum Film “The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft” sind wir auf ein interessantes Detail gestoßen. In der englischen Fassung von Wikipedia steht bzgl. der Einnahmen des Films: “The Forgiven brachte 39.177 Dollar in Territorien außerhalb Nordamerikas ein, die Verkäufe der DVD/Blu-ray-Veröffentlichungen haben 54.156 Dollar eingespielt”. Ähnliche Zahlen liefert auch IMDB und veröffentlicht ganz nebenbei auch die Produktionskosten von geschätzten 15 Millionen Dollar. Whaaat? Was ist da los?

The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft

Der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu leitet nach dem Ende der Apartheid die Wahrheits- und Versöhnungskommission des Landes. In dieser Funktion wird er vom berüchtigten Mörder Piet Blomfeld zu sich gerufen, der in einem Hochsicherheitsgefängnis einsitzt und auf Gnade hofft. Der Bischof lässt sich im Inneren des von brutalen Sträflingen bevölkerten Gefängnisses in eine gefährliche Auseinandersetzung mit dem gerissenen Kriminellen hineinziehen, die sein Leben für immer verändern wird.

Hinsichtlich unserer launigen Einleitung zum Film “The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft” muss natürlich gesagt werden, dass die Produktionskosten nicht offiziell genannt wurden, aber angesichts der Mitwirkung von Oscar-Preisträger Forest Whitaker (Panic Room, Bird, Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht) und Hollywoodstar Eric Bana (München, Troja, Chopper) darf man davon ausgehen, dass das obige Einspiel-Ergebnis in jedem Falle gesprengt wurde. Zudem muss man auch festhalten, dass corona-bedingt bisher offensichtlich in den Kinos kaum Vorführungen des Films stattfanden und der Film somit ab 11. März 2021 digital zum Kauf und ab 25. März als DVD, Blu-ray und digital zum Leihen zur Verfügung steht. Insofern muss man die Zahlen relativieren.

Sprechen wir also lieber über Fakten: “The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft” behandelt in Zeiten von “Black Lives Matter” ein höchst aktuelles Thema und beleuchtet einen unerbittlichen Rassenkonflikt während Südafrikas Apartheit. Von wahren Ereignissen inspiriert setzt das Drama dabei vorrangig auf die schauspielerische Klasse der Protagonisten und verpackt dies in eine hochwertige Produktion unter der künstlerischen Leitung von Regisseur Roland Joffé. Gedreht wurde in Kapstadt, Südafrika. Eine Vielzahl an Filmaufnahmen entstand dabei auch in einem der gefährlichsten Gefängnisse der Welt – dem Hochsicherheitsgefängnis Pollsmoor, in dem auch Nelson Mandela zwischen 1982 und 1988 inhaftiert war. Der Film basiert auf dem Theaterstück „Der Erzbischof und der Antichrist” von Michael Ashton, mit dem Roland Joffé gemeinsam das Originaldrehbuch des Films schrieb.

Hervorzuheben ist insbesondere die großartige Leistung von Thandi Makhubele als Mutter, deren Herz im Laufe des Films immer mehr zerbricht, was an keinem Zuschauer spurlos vorüberzieht. Aber auch Whitaker und Bana glänzen und machen “The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft” zu einem bleibenden Filmerlebnis.

Fazit

"The Forgiven – Ohne Vergebung gibt es keine Zukunft" ist ein eindringliches Statement für die Kraft der Vergebung und Menschlichkeit.

Gesamtwertung

77%

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