Review: Nur ein einziges Leben

184 0 5 15. März 2021
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Der Film “Nur ein einziges Leben” macht im Laufe seiner Spielzeit eine gewisse Wandlung durch. Während alles beginnt wie ein Coming-of-Age-Film, also ein Streifen über das Heranwachsen des jungen Hirten Jo (Noah Schnapp) ändert der Film nach einer Weile sein Gesicht und wird zu einer eindringlichen Geschichte um einen Jungen, der ganz im Stile von “Schindlers Liste” während des Zweiten Weltkriegs Juden zur Flucht über die französische Grenze nach Spanien verhilft. Ob diese Wandlung bei uns auch gut ankam, verraten wir euch in unserem Film-Review zu…

Nur ein einziges Leben

Europa ist vom Schrecken des Zweiten Weltkriegs verwüstet, nur die Welt des jungen Hirten Jo (Noah Schnapp) in den französischen Pyrenäen scheint bemerkenswert unberührt geblieben zu sein. Doch als Jo im Wald eine mysteriöse Begegnung mit einem Fremden hat, ändert sich plötzlich sein Leben. Denn Benjamin (Frederick Schmidt), der auf der Flucht vor den Nazis von seiner Tochter getrennt wurde, hütet ein Geheimnis. Als deutsche Soldaten in die Stadt kommen, spitzt sich die Lage zu und Jo muss schon bald ein großes Risiko eingehen.

Noah Schnapp, bekannt aus der Netflix-Serie “Stranger Things”, Jean Reno, bekannt aus Filmen wie “Léon – Der Profi” oder “Die purpurnen Flüsse” – das sind doch durchaus klangvolle Namen. Auch Regisseur Ben Cookson ist kein unbeschriebenes Blatt, auch wenn er sich vorrangig durch seine Arbeit an “Kein Sex (mehr) vor der Ehe” einen Namen gemacht hat, der nun stylistisch sicher in eine andere Kerbe schlägt. Man sollte also erwarten, dass da nichts mehr schiefgehen kann, wenn da so viel Qualität an Bord ist, oder?

Leider kann eben doch noch was schiefgehen, denn “Nur ein einziges Leben” macht zwar jetzt nichts Grundlegendes falsch, dennoch geht dem Film schon nach kurzer Spieldauer die Puste aus. Die Kameraführung kann ihre Wirkung genauso wenig entfalten, wie auch die unbestritten großartigen Schauspieler. Der Film will einfach nicht so recht in Fahrt kommen, was sicherlich an einigen quälend langen Dialogen liegt, die dem Film allerdings inhaltlich kaum weiterhelfen, wie eben auch der doch recht steifen Umsetzung, die mehr an einen Fernsehfilm, also an ein kinoreifes Filmerlebnis erinnert.

Fazit

Das Kriegs-Drama "Nur ein einziges Leben" punktet mit Starbesetzung und setzt die Messlatte selbst ganz schön hoch an, um sie dann eindrucksvoll zu reißen. Eine Empfehlung nur für Fans der Schauspieler.

Gesamtwertung

51%

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