Review: Jesus Rolls – Niemand verarscht Jesus

245 0 0 24. März 2021
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Eines muss man dem Streifen “Jesus Rolls – Niemand verarscht Jesus” schon vorweg lassen: Es ist wahrlich hochkarätig besetzt. John Turturro, Bobby Cannavale, Audrey Tautou, Susan Sarandon, Jon Hamm und Christopher Walken – das sind Namen bei denen Filmenthusiasten mit der Zunge schnalzen und sich auf das bevorstehende Filmerlebnis freuen. Wie auch wir , also mittenrein ins Geschehen…

Jesus Rolls – Niemand verarscht Jesus

Dios mio, Mann … kaum aus dem Knast raus, schon hat der gottbegnadete Bowler Jesus Quintana (John Turturro), der einst den Dude höchstpersönlich herausforderte, wieder Ärger an der Backe. Gemeinsam mit seinem Kumpel Petey (Bobby Cannavale) klaut er dem Haarstylisten Paul Dominique (Jon Hamm) zuerst dessen V8 Plymouth Klassiker, dann seine Geliebte Marie (Audrey Tautou) und schließlich rauben sie auch noch seine Kasse leer. Da vergeht sogar dem coolsten Friseurmeister das Lachen. Als die beiden vor ihm fliehen, schießt er Petey in den Allerwertesten. Bevor sie sich noch tiefer in die Welt des Schmerzes begeben, legen sie mit Marie einen legendären Roadtrip voller Bowling, Strikes und Gipsy King Songs hin.

Der Film der ab 8. April 2021 als DVD und Blu-ray erhältlich sein wird und bereits ab 25. März 2021 digital abrufbar ist bemüht sich redlich beim Zuschauer zu punkten. Mit flotten Dialogen beispielsweise, auch mit einer durchaus gekonnten Kameraführung unter der Regie von John Turturro höchstpersönlich, der gleich auch noch das Drehbuch geschrieben hat. Doch der Film, der als eine Hommage an die französische Komödie „Die Ausgebufften” (Les Valseuses) von Bertrand Blier gemeint ist, konnte uns beim Rezensieren des Streifens einfach nicht erreichen.

Was dem Film fehlt ist schlichtweg eine nachvollziehbare und unterhaltsame Handlung. Während es sicherlich nicht an schauspielerischer Klasse mangelte, muss man sich auch nach den rund 83 Minuten Spielzeit fragen, was genau man da nun gesehen hat. Was es komödiantisch? Eher nicht, dafür war die Unterhaltung zu flach. War es actionreich? Nein, denn da konnte sich der Film nicht festlegen. Vielleicht ein Roadmovie? Ja, noch am ehesten, aber dann müsste sich der Film messen mit Werken wie “Thelma & Louise”, “Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula” oder “Easy Rider” und würde gnadenlos untergehen.

Fazit

Von "The Big Lebowski 2" leider mehr als nur eine Bowlingbahn-Länge entfernt. Das Beste am Film: Die Gipsy Kings.

Gesamtwertung

44%

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