Review: Guns Akimbo

574 0 6 26. Februar 2021
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Stell dir vor du bist ein Troll. So einer von diesen Störenfrieden, ein Unruhestifter vor dem Herrn. So einer wie der Softwareentwickler Miles, ein Loser der seine Abende sehr gerne damit verbringt andere im Netz fertigzumachen. Und das nur, weil sein “Real Life” nicht so läuft wie er sich das vielleicht erträumt hätte. Mit Chips und Bier bewaffnet sitzt er also allabendlich auf der Couch und pöbelt rum. Aber es kommt wie es kommen musste: Irgendwann gerät er an den Falschen…

Guns Akimbo

Der Videospielentwickler Miles landet auf der Seite von „Skizm“, einem im Darknet live übertragenen Actionspiel, bei dem die Teilnehmer zu tödlichen Deathmatches antreten. Miles wird zum unfreiwilligen Mitspieler und bekommt eine automatische Waffe, mit der er gegen die unbesiegbare Kampfmaschine Nix antritt. Erst als seine Ex-Freundin Nova entführt wird, entscheidet er sich freiwillig zu kämpfen.

Drehbuchautor und Regisseur James Lei Howden (“Deathgasm”) lässt Radcliffes rückgratlosen, aber zwiespältigen Helden die Bewegungen einer leicht augenzwinkernden Machtfantasie-Erzählung durchlaufen, in der eine feige Null zu einem rechtschaffenen Helden wird, nur weil er lernt, die beiden Waffen abzufeuern, die Skizms Bösewichte – angeführt von “Mandy”-Bösewicht Ned Dennehy – chirurgisch in Miles’ Hände geschraubt haben (Gegen seinen Willen, versteht sich).

Daniel Radcliffe erweist sich in der Haut von Softwareentwickler Miles als ziemliche Idealbesetzung und steuert seinen Teil zu einer actiongeladenen Komödie ab, die überzeichneter kaum sein könnte. Der Film zeigt hier und da deutliche Parallelen zu “Crank” oder “Nerve” und hätte durchaus das Zeug zu einem Kultfilm, zumindest in der Gamerszene zu haben. Leider muss man jedoch sagen, dass der Streifen über seine Gesamtspieldauer von 98 Minuten leider einige Längen entwickelt. Manche Szenen mögen auch im Drehbuch wirklich witzig gewesen sein, aber leider fehlt es dann bei der Umsetzung an vielen Stellen schlicht an Lachern. Vielmehr bleibt einem das Lachen wahrlich im Halse stecken – was ungemein schade ist.

Aus der “actionreichen Komödie” wird so mitunter eine reichlich trashige Filmnummer, da helfen auch die Akteure nicht. Schauspielerin Samara Weaving müht sich sichtbar der Gegenspielerin “Nix” Leben einzuhauchen, phasenweise gelingt ihr das jedoch nicht.

Fazit

Schade. Herausragende Idee, leider nur halbherzig in der Umsetzung.

Gesamtwertung

62%

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