Review: Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt

222 0 5 15. März 2021
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Irgendwo in Nordrhein-Westfalen gibt es eine idyllische Kleinstadt, in der es praktisch keine Kriminalität gibt – zumindest ist dies die fiktive Ausgangslage in der Komödie “Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt”. Blöd nur, wenn dann quasi die interne Revision zu “Besuch” kommt, um zu sehen, ob sich die dort ansässige Polizeiwache überhaupt rentiert. Um dem Einsparpotential zu trotzen entwickeln die Polizisten einen ziemlich raffinierten Plan.

Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt

Eine verschlafene Kleinstadt, irgendwo in Nordrhein-Westfalen. Für die Polizisten Deniz (Erkan Acar), Rocky (Adrian Topol), und das Ehepaar Netti (Sanne Schnapp) und Hagen (Alexander Hörbe) gibt es hier nahezu nichts zu tun. Doch dieser zufriedenstellende und liebgewonnene Zustand, wird für die befreundeten Beamten schlagartig zum Problem, als überraschend Tina (Sina Tkotsch) auf ihrer Wache auftaucht. Tina wurde beauftragt, die Abwicklung der Wache 23 einzuleiten. Angesichts mangelnder Kriminalität hält man die Kollegen hier offenbar für entbehrlich.

Doch im Gegensatz zu ihrem direkten Vorgesetzten Rainer (Alexander von Glenck) wollen sich Deniz, Rocky, Netti und Hagen nicht so einfach mit dem Ende ihrer Wache abfinden. Um ihre Arbeitsplätze zu retten beschließen die Polizisten, kurzerhand die Seiten zu wechseln und wohl oder übel selbst für Straftaten zu sorgen, ganz nach dem Motto: „Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche!“ Im Obdachlosen Klaus (Bjarne Mädel), finden die Polizisten schnell jemanden, dem sie das ein oder andere in die Schuhe schieben können.

Doch der anfänglich gut funktionierende Plan geht nicht auf. Tina, die bei ihrer Arbeit sehr darauf bedacht ist, keine Fehler zu machen, hat schnell den Verdacht, dass die plötzlich sprunghaft angestiegene Kriminalitätsrate etwas mit den Polizisten selbst zu tun haben könnte. Um von sich abzulenken und Zeit zu gewinnen, simulieren Deniz und seine Kollegen angestrengte Ermittlungsarbeit in alle Richtungen und stoßen so auf eine heiße Spur in einem großen, überregionalen und bislang ungeklärten Fall von Kunstraub…

Unterhaltsamer Klamauk

Man kann “Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt” wahrlich nicht ernst nehmen, aber genau das macht den Film so liebenswert schräg. Insbesondere die schauspielerische Leistung von Erkan Acar und Sina Tkotsch samt dem weiteren Ensemble sei an dieser Stelle hervorgehoben, denn erst dadurch gelingen die zahlreichen unterschwelligen lustigen Momente im Film überhaupt erst. Die Humor ist mal klamaukig, mal leise – zwischen lauthals lachend und auf die Lippen beißen ist also alles geboten für den Zuschauer. Kameraführung und Regiearbeit sind gelungen, herausgekommen ist eine “typisch deutsche” Komödie, die aber für sich in Anspruch nehmen kann, zu den besseren des Genres zu gehören.

Das einzige was uns ein bisschen enttäuscht hat: Das Ende. Hier wird dann schon im “Fast Forward”-Modus zusammengezimmert, was bisher nicht zusammenpassen wollte. Ein bisschen sehr schnell und fast schon “lieblos”, wie das Ende hier konstruiert wurde, aber dies ist zum Glück nur der einzige Wermutstropfen der ansonsten unterhaltsamen 99 Minuten Spieldauer.

Fazit

"Faking Bullshit - Krimineller als die Polizei erlaubt" darf man nicht ernst nehmen. Aber Lachen darf man.

Gesamtwertung

70%

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