Jeff, der noch zu Hause lebt (Kino)

2185 0 3 8. Juli 2012
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Jeff (Jason Segel) ist ein 30-jähriger Mann, der – wie der Titel so schön sagt – noch zu Hause bei seiner Mutter Sharon (Susan Sarandon) lebt.
Der Film beginnt damit, dass Jeff mal wieder seinen Lieblingsfilm “Signs”, in dem jedes noch so kleine Detail am Ende einen Sinn ergibt, geschaut hat und sich wundert, welches sein Schicksal ist und wann alles in seinem Leben einen Sinn ergibt.
Am selben Tag erhält er einen Anruf von jemanden, der sich anscheinend verwählt hat und einen Kevin sucht. Während er über den Sinn des Anrufes und den Namen Kevin grübelt, ruft ihn seine Mutter an und möchte, dass er im Baumarkt Holzkleber kaufen soll. Auf dem Weg dorthin begegnet er einem Kevin, den er verfolgt und trifft zufällig auf seinen Bruder Pat (Ed Helms). Die beiden beobachten wie Pat’s Frau Linda (Judy Greer) sich mit einem unbekannten Kerl trifft.
Erpicht darauf herauszufinden, was es mit diesem Treffen auf sich hat, machen sich Jeff und Pat auf und verfolgen die beiden. Eine wildes Abenteuer auf der Suche nach Schicksal und Sinn beginnt.
Während Jeff und Pat sich auf die Suche nach Pat’s Frau befinden, ist Sharon auf der Arbeit und bekommt eine mysteriöse Nachricht von einem heimlichen Verehrer. Natürlich möchte sie herausfinden, um wen es sich dabei handelt.

“Was, wenn er sich nicht verwählt hat? Vielleicht ist man ja immer richtig verbunden!”

Der Film nimmt den Zuschauer mit auf das Abenteuer von Jeff und Pat, welches sich komplett an einem Tag abspielt.

Erzählerisch springt er von der Geschichte von Jeff und Pat zu dem Part von Sharon auf der Arbeit, die zuerst nichts mit der ganzen Sache zu tun hat, am Ende stellt sich aber heraus, dass alles was Sharon passiert ist, und auch was Jeff und Pat passiert einen tieferen Sinn hat, genauso wie es sich die Hauptfigur Jeff immer gewünscht hat.

Der Erzählstil ist nichts Besonderes, passt jedoch perfekt zum Film. Ebenfalls sind die Schauspieler erste Klasse. Dass Jason Segel ein genialer Hund ist, wissen die Zuschauer von “How I Met Your Mother” ja schon längst. Fleißige Kinogänger wissen es spätestens seit “Nie wieder Sex mit der Ex” oder “Männertripp”, dessen Figuren allesamt von Jason Segel erfunden wurden. In “Jeff, der noch zu Hause lebt” wagt er sich an einen Film, der sehr untypisch für ihn ist, dreht er doch meistens Komödien. Doch auch in diesem eher dramatisch angehauchten Film beweist Jason Segel, dass er schauspielerisch einiges zu bieten hat. Über Susan Sarandon, die ja schon ein alter Hut im Showbiz ist, muss man nicht viel sagen und auch Ed Helms, bekannt aus der „Hangover“-Reihe, macht sein Job wie gewohnt spitze.

Alles in allem ist „Jeff, der noch zu Hause lebt“ erfrischen anders als das, was der Ottonormal-Kinogänger vorgesetzt bekommt. Es gibt keine großen Showdowns, keine Explosionen. Doch in sich ist der Film perfekt und einen Kinogang wert.

 

Fazit

In sich selbst sehr speziell, nichts für die breite Masse, allerdings sehr rührend und einen Kinogang wert.

Gesamtwertung

75%

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