Filmkritik: Die Erde auf der wir leben (DVD)

1103 0 0 4. Januar 2010
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Titel:Die Erde auf der wir leben
EAN:4260118675965
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:HMH Hamburger Medien Haus
Release:2009-11-26

Seit 1,9 Milliarden Jahren gibt es Leben auf unserem Planeten, der Mensch hingegen ist so gesehen noch relativ “neu” (100.000 Jahre). Daneben gibt es unzählige Tier- und Pflanzenarten die unseren Planeten zu einem der wertvollsten Besitztümer machen, die das Universum zu bieten hat. Die Dokumentation “Die Erde auf der wir leben” lädt ein zu einer virtuellen Weltreise auf einer DVD und in nur 70 Minuten. Wenn das Jules Verne gewusst hätte…

Die Erde auf der wir leben

Die Weltreise führt über Frankreich und deren Metropole Paris nach Monaco, die wohl teuerste Stadt der Welt. Auch die Haupstadt Italiens Rom und Venedig, Stadt der Brücken und Kanäle finden hier einen Platz auf der Rundreise. London, Canberra (Australien), San Francisco, Hollywood, Afrika und die Cook Inseln. Hier endet dann die Reise um die Welt mit ihren pulsierenden Millionenstädten und überwältigend schönen Naturlandschaften.

Leider ist die Reportage inhaltlich mehr als dürftig: Die Kapitel sind ohne Rücksicht auf die Sprecher in 5-Minuten-Blöcke geschnitten, so daß man nicht einfach an eine bestimmte Stelle der Dokumentation springen kann, da die Kapitel eher willkürlich angesteuert werden. Die Synchronsprecher liefern eher nur durchschnittliche Arbeit ab, die Bildqualität der Aufnahmen ist unscharf, der Kontrast ist ebenfalls nicht zufriedenstellend. Im Pressetext heißt es beispielsweise: “Ein packender Film mit wunderschönen Bildern, mitreißender Musik und lebendigen Kommentaren.” Das kann man so kaum stehenlassen. Die Bilder könnten zwar “wunderschön” sein, allerdings ist die Weltreise im Zeitraffer eher gewöhnungsbedürftig. Die “mitreißende Musik” klingt nach billig produzierten Jingles und die “lebendigen Kommentare” lassen auch zu wünschen übrig.

Dass etwas mit dieser Dokumentation nicht stimmt wird schon daran ersichtlich, dass es keinen einziger Eisbär in der Dokumentation vorkommt. Das wäre an sich nicht bedenklich, wenn nur auf dem Cover kein Eisbär abgebildet wäre. Zudem ist das Cover ebenfalls recht aufwändig produziert worden. Darauf abgebildet sind die Chinesische Mauer, die Pyramiden, der Reichstag in Berlin. Und was haben all diese Plätze gemeinsam? Genau. Sie kommen nicht in der Dokumentation vor. Wäre alles zu verschmerzen, wenn Umfang und Qualität der Reportage herausragend wären, so aber…

Fazit

Der Klappentext "schwindelt", das Cover ist hochwertiger als die Dokumentation selbst. Das riecht nach Etikettenschwindel, denn hinter der Dokumentation "Die Erde auf der wir leben" verbirgt sich de facto eine lose Aneinanderreihung qualitativ minderwertiger Aufnahmen mit durchschnittlichen Synchronsprechern, billigen Sounds und eben nicht den versprochenen Features. So nicht...

Gesamtwertung

19%

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