Filmkritik: Cube

1398 0 0 4. Januar 2009
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Titel:Cube
EAN:4011976854685
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Highlight
Release:2009-01-08

Stell dir vor und wachst eines morgens nicht dort auf, wo du eingeschlafen bist, sondern stattdessen in einem kahlen, kalten Raum ohne jegliches Inventar. Knapp 5 Meter breit, tief und hoch und an jeder Seite auch an Decke und Boden eine kleine Tür, die sich über einen Drehgriff öffnen lässt. Doch dahinter erwarten dich nur weitere Räume – und bösartige Fallen wie Flammenwerfer, messerscharfe Speerspitzen die zu Hunderten aus der Wand schießen und andere gemeine Hinterhalte, die mal auf Körperwärme, Geräusche oder andere Faktoren reagieren. Wer baut so ein Konstrukt? Wozu ist es da? Wer steckt hinter all dem? Fragen über Fragen, die fünf scheinbar zufällig ausgewählte Menschen beantworten müssen…

Cube

Die fünf Menschen, die in diesem unmenschlichen Labyrinth erwachen, sind der impulsive Ex-Cop Quentin, der depressive Intellektuelle Worth, eine hysterische Psychologin und Ärztin, eine junge Mathematik-Studentin und ein hilfloser Autist, der mit seinen Attacken die ganze Gruppe immer wieder auf einer harte Probe stellt. Gleich zu Beginn trifft ein weiterer Leidensgenosse, ein bekannter Ausbrecher, der sich durch spektakuläre Fluchten aus Gefänissen einen Namen gemacht hat, auf die Gruppe und wie es scheint, weiß er genau was zu tun ist – bis auch er, ausgerechnet der geniale Ausbrecher, in eine der zahlreichen Fallen tappt und getötet wird. Panik macht sich in der Gruppe breit und es beginnt eine gnadenlose Selbstanalyse.

“Warum bist du hier?” so lautet die einfache Frage, denn es scheint allmählich, dass nichts zufällig ist. Als die Gruppe bemerkt, dass jeder Raum numeriert ist, schlägt die große Stunde der Mathe-Studentin Leever, die auch mit großen Zahlen spielend umgehen kann. Sie glaubt ein Muster in den Zahlen erkannt zu haben, eine Art Code, der entschlüsselt ob ein Raum eine Falle oder eben sicher ist. Doch schon bald erweist sich die erste Theorie mit den Primzahlen in den Raumnummern als falsch und es kommen neue Zahlenspiele auf, die immer komplexer werden, bis die junge Studentin die Zahlen nicht mehr in Faktoren zerlegen kann. Doch die Gruppe hat noch ganz andere Probleme: Neben dem Hunger und den Ermüdungserscheinungen machen insbesondere der hasserfüllte Quentin und der scheinbar hilflose Autist der Gruppe immer mehr Probleme. Der eine versucht dabei alle Probleme mit Gewalt zu lösen, der letztere mit Köpfchen. Denn er besitzt eine Gabe, die plötzlich überlebenswichtig wird…

Der Film Cube aus dem Jahre 1997 ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man einen Film drehen kann, ohne auch nur ein einziges Mal den Schauplatz zu wechseln. Die Räume sind dennoch angsteinflössend und die Special Effects im Film, die insbesondere dann um Einsatz kommen, wenn die Gruppe auf eine Falle stösst können sich wahrlich sehen lassen. Der Film ist dabei nichts für schwache Nerven, sondern ein Paradabeispiel für einen spannungsgeladenen Horror-Thriller, der weder mit Atmosphäre noch mit Gore-Effekten geizt. Die Schauspieler spielen ihre Rollen grandios und auch die Regiearbeit weiß zu begeistern.

Fazit

"Cube" gehört praktisch in jedes Filmregal. Ein Kultklassiker der Horror-Thriller-Genres, der durch eine packende Geschichte zu überzeugen weiß. Nur nach dem Sinn des Cube sollte man nicht fragen. Zumindest nicht, bis zum zweiten Teil des Films...

Gesamtwertung

99%

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