Birds of America (Blu-Ray)

1131 0 3 20. November 2010
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Titel:Birds of America
EAN:4260157715707
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:dtp entertainment AG
Release:2010-10-14

Zwei Stühle, zwei Meinungen. Unser “Zaki” hatte “Birds of America” bereits getestet aber wie das so ist mit den Meinungen – die können schonmal auseinandergehen. Daher nun den Film durch ein zweites paar Augen, diesmal in der BD-Version…

Als hätte ein durchschnittlicher Mann namens Morrie Tanager nicht schon genug mit seinem Beruf und seinem Privatleben zu schaffen, jetzt muss er auch noch das geradebiegen, was sein Bruder Jay und seine Schwester Ida in ihrer Heimatstadt an Schaden anrichten. Morrie Tanager musste schon früh Verantwortung übernehmen. Selbst noch nicht erwachsen, kümmerte er sich nach dem Tod seiner Eltern um seine beiden Geschwister Jay (Ben Foster) und Ida (Ginnifer Goodwin). Mittlerweile sind beide aus dem ehemaligen Elternhaus ausgezogen, in dem Morrie nun mit seiner Frau Betty (Lauren Graham) versucht, ein normales Leben zu führen. Doch immer wieder holen ihn seine Geschwister ein. Jay wurde von einem Auto angefahren und soll nun wieder bei ihnen einziehen und auch Ida hat nach sechs Jahren Abwesenheit wieder ihren Besuch angekündigt. Der Besuch der beiden Geschwister sorgt für reichlich Ärger im Hause der Familie und am Ende ist nicht nur die Ehe von Betty und Morrie gefährdet.

Birds of America

“Birds of America” ist eine recht ambitionierte und gut besetzte Tragik-Komödie – die leider nur bedingt zu überzeugen weiß. Mit Matthew Perry (“Morrie”, bekannt aus “Friends” und “Keine halben Sachen”), Ben Foster (“Jay”, bekannt aus “Todeszug nach Yuma” und “30 Days of Night”) und Hillary Swank (bekannt aus “Million Dollar Baby”) ist der Film selbstredend erstklassig besetzt. Denn dazu gesellt sich zudem noch Ginnifer Goodwin (Mona Lisas Lächeln, Walk the Line) und Lauren Graham (Gilmore Girls) als Morries Frau – fast schon das kleine Who-is-Who für Hollywood möchte man meinen. Unter der Regie von Craig Lucas entstand ein Film, der beides sein will: Komödie und Drama und doch gelingt der Spagat nur in Teilen.

Es ist wohl vielmehr das Drehbuch und die träge Handlung, die den Film aus den oberen Punkteregionen absinken lässt. Der Film ist phasenweise gut in Szene gesetzt und vor allem schauspielerisch stark, allerdings dümpelt die Handlung bisweilen auch regelrecht dahin. Da will einfach kein Funke überspringen. Fast schon fühlt man sich erinnert an eine ganze Palette an Episodenfilmen der letzten Jahre. Wer daran Gefallen fand wird wohl auch bei “Birds of America” bestens bedient sein.

Qualitativ gibt es wenig auszusetzen – der Film zeigt sich auf Hollywood-Niveau. Farben, Kontrast, Bildqualität – alles im Lot und auch der Soundtrack, die Effekte und der Ton können überzeugen. Extras finden sich ebenfalls mit an Bord:

– Bildergalerie
– Interview zum Film beim Sundance Festival 2008

Fazit

"Birds of America" ist weit davon entfernt ein schlechter Film zu sein. Aber eben auch ein gutes Stück davon entfernt sich die Krone im Genre zu schnappen. Herausgekommen ist eine ordentliche Tragikomödie, die sicherlich ihre Fans finden wird.

Gesamtwertung

71%

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