Was ich von ihr weiß

1002 0 1 19. September 2009
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Titel:Was ich von ihr weiss
EAN:4049102220127
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Renaissance Medien
Release:2009-06-04

Kati verbrachte ihr bisheriges Leben bei ihrer Oma. Als diese stirbt zieht sie zu ihrer Mutter Iris, welche sich nie gut mit der Oma verstand und schon frühzeitig den Kontakt abbrach. Iris lebt jetzt in den verschiedensten von Hotelzimmern der Welt und arbeitet dabei als freischaffende Modeeinkäuferin in Europa. Angeblich. In Wirklichkeit ist sie Taschendiebin…

Was ich von ihr weiß

Der Film beginnt wie so viele deutsche Filme mit einem Familienzwist. Die Tochter lebte immer bei ihrer Oma. Die Mutter büchste schon in jungen Jahren von zu Hause aus. Ging auf eigene Faust nach Barcelona. Kontakt zur Tochter war so gut wie keiner vorhanden. Nur selten schickte sie ihrer Tochter teure Geschenke. Auch zur Beerdigung der Oma erschien sie nicht. Nach dem Tot der Oma musste die Tochter allerdings wieder bei ihr wohnen. Mutter und Tochter waren nicht gut aufeinander zu sprechen auch wenn Iris immer wieder versucht sich mit ihrer Tochter anzufreunden.

Kati schaut sehr dumm aus der Wäsche als sie erfährt wo genau ihre Mutter eigentlich wohnt. Als Modeeinkäuferin hat man keine Zeit um Blumenkösten zu giessen sagt sie. Gewohnt wird zu Anfang in einem sehr herunter gekommenen Hotel. Die billigste Absteige welche sich ein Kind zum Wohnen vorstellen kann.

Doch Kati merkt schnell, dass etwas mit der Mutter nicht stimmt.  In einem Kulturbeutel versteckt sie teure Uhren, Schmuck und andere edle Gegenstänge. Das erweckt Misstrauen in Kati. Heimlich verfolgt sie ihre Mutter als diese Abends das Hotelzimmer verlässt. Sie sieht man an wie sich ihre Mutter mit zwielichtigen Gestalten trifft. Auf Beudetour geht. Andere Menschen beklaut. Iris ist Taschendiebin. Das ist ein herber Schlag für Kati.

Die elegante Kunst des trickreichen Taschendiebstahls wird während des ganzen Films immer wieder genussvoll zelebriert. Lockvogel und Dieb inszenieren kunstvolle Kniffe, um an die Geldbörsen der Passanten zu gelangen. Bei aller Verwerflichkeit des Tuns kann und will sich der Film nicht dem Charme, der Leichtigkeit der beinahe artistischen Diebereien entziehen. Auch Kati will sich das nicht entgehen lassen.

Kati stellt also ihre Mutter zur Rede. Fragt sie warum sie ihr ganzes Leben lang angelogen wurde. Warum sie so etwas falsches tut. Warum sie alten Menschen die Handtaschen klaut. Sie wolle Gerechtigkeit schaffen, das ungleich verteilte Geld umverteilen, sie stehle nie von Kindern und Alten… Antwortet ihre Mutter nach ausreden suchend. Im nächsten Augenblick erzählt sie, dass ihre eigene Mutter, also die heissgeliebte Oma der Tochter ihr aller erstes Opfer war.

Kati will die Kunst des Taschendiebstahls lernen. Zwingt ihre Mutter dazu sie zu Trainieren. Iris wehrt sich anfangs dagegen, doch muss sich dem Druck der eigenen Tochter ergeben. Kati bekommt alle Tricks beigebracht. Übt an Puppen ihre Handgriffe. Iris und Kati werden ein Team. Iris hofft so auch ihrer Tochter endlich näher zu kommen. Sie erzählen sich viel. So verräht Iris auch ihrer Tochter ihren großen Wunsch. Sie will das nicht ewig machen. Will irgendwann so viel Geld zur Seite gelegt haben um den schäbigen Hotels zu entkommen und sich eine eigene Farm kaufen zu können.

Kati bekommt eine Ausbildungsstelle in ihrem Lieblingsberuf angeboten. Verheimlicht dies allerdings vor ihrer Mutter. Diese reagiert sauer. Will unbedingt das Kati die Stelle annimmt und nach Berlin zieht. Kati rastet aus. Sagt die Mutter will nur nach Berlin weil da ihr neuer Freund wohnt. Kati nimmt die Lehrstelle am Ende doch an. Mutter und Tochter ziehen nach Berlin. Wohnen zu erst bei dem Freund von Iris. Seine Wohnung ist dreckig. Er sammelt leidenschaftlich alles mögliche. Eines tages haben es die zwei satt. Sie mieten sich eine eigene Wohnung. Für Iris ist das die aller erste eigene Wohnung überhaupt.

Allmälich kommt die wahre Geschichte der Mutter an das Tageslicht. Von der eigenen Mutter stets tyrannisiert suchte sie die Flucht aus dem Unheil in Barcelona. Dies wirft für Kati ein ganz neues Bild auf die geliebte Oma. Kati und Iris verstehen sich immer besser.

Extras

Da “Was ich von ihr weiss” ein rein deutscher Film ist sind auf der DVD natürlich auch keine weiteren Sprachen oder Untertitel vorhanden. Zur Auswahl stehen wie übrlich ein paar Trailer zu anderen Filmen aus der Reihe Neue deutsche Filme. Außerdem findet man eine Diashow sowie den Trailer zum Film selbst auf der DVD. Angereichert wird das ganze durch 7 Interviews mit Regieseur, Schauspielern und anderen Mitarbeitern des Films.

Fazit

Was ich von ihr weiß ist ein zu konventioneller Film. Alleine die kunstvollen Diebeszüge peppen den Film etwas auf. Eine Tochter-Mutter-Geschichte, bei der die Tochter das wahre Leben der Mutter als Taschendiebin entdeckt. Wer auf solche Filme steht kann ihn sich gerne ansehen. Für alle anderen dürfte er einfach zu konventionell sein.

Gesamtwertung

60%

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