Filmkritik: The Broken

1352 0 0 20. August 2009
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Titel:The Broken
EAN:4020628977450
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Koch Media GmbH - DVD
Release:2009-06-26

Spärliches Licht wirft abstrakte Schatten an die Wände und schwerfällige Hintergrundmusik untermauert den Verdacht, dass hier irgendetwas nicht stimmt. In welchem Genre befinden wir uns? Genau, in der Königsdisziplin der subtilen Angst: Den Horror-Thrillern. The Broken zählt sich ebenfalls zu diesem Genre, aber macht er dabei auch eine gute Figur?

Zerbrochener Spiegel als Zeichen des Horrors

London ist bisher nicht gerade als Brutstätte des Bösen bekannt, was “The Broken” aber nicht daran hindert London als Schauplatz für den Beginn eines gruseligen Abenteuers zu wählen. An einem düsteren Abend feiert die Familie McVey den Geburtstag des Familienoberhaupts. Es wird geplaudert, gelacht und Erinnerungsfotos werden geschossen. Eine ausgelassene Stimmung herrscht, bis plötzlich ein Spiegel zerbricht. Und das ohne Fremdeinwirkung. Ein zersplitterter Spiegel? Kein gutes Omen!

Das erkennt auch Gina McVey bald, denn am nächsten Tag sieht sich selber am Steuer in einem vorbeifahrenden Auto. Völlig verwirrt folgt sie der mysteriösen Person bis es zu einer Konfrontation in einem fremden Appartement kommt. Schwer verletzt überlebt sie einen darauffolgenden Autounfall und ihre Erinnerungen wirken wie gelöscht. Doch das ist nicht ihr einziges Problem, denn der Rest der nächtlichen Partygesellschaft wirkt wie ausgetauscht.

Die subtile Angst im Nacken

An dem Film haftet eine düstere Atmosphäre, die hervorragend an die Geschehnisse passen und eine subtile Angst heraufbeschwört, die den Zuschauer verwirrt und unwissend lässt, denn auch der Zuschauer weiß nicht mehr, als die Hauptprotagonistin und darin liegt der Reiz des Films. Man möchte wissen, was passiert ist, als der Spiegel zerbrach und wieso Gina eine Doppelgängerin sieht.

Die Hauptdarstellerin Lena Headey, die Gina im Film verkörpert, spielt ihre Rolle sehr gut und bodenständig. Die gebürtige Engländerin ist berühmt für ihre Rollen in “Die Gebrüder Grimm” und “300”. Das sie Erfahrung hat, merkt man dem Film an, denn ihre ruhige Interpretation der Hauptdarstellerin passt perfekt zum Film. Auch Richard Jenkins dürfte Film Kennern kein unbeschriebenes Blatt sein. Der 62-jährige Amerikaner, der lange Zeit am Broadway gespielt hat, wurde durch seine Rolle als Nathaniel Fisher in dem Drama “Six Feet Under” berühmt.

Fazit

"The Broken" ist ein guter und ansehnlicher Film. Für Hartgesottene dürfte der subtile Horror jedoch keine Angstschreie auslösen. Für schwächere Gemüter kann dieser paranoide Film sicherlich den ein oder anderen Schocker parat halten. Doch leider vergibt der Film großes Potenzial, da nicht alle Fragen am Ende geklärt werden. Die Idee mit den Doppelgängern ist sehr spannend, leider patzt der Film mit zu wenigen richtigen Gruselmomenten, wodurch es für eine höhere Wertung nicht reicht.

Gesamtwertung

78%

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