Paap – Eine verhängnisvolle Sünde

851 0 2 24. September 2008
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Titel:Paap - Eine verhängnisvolle Sünde (OmU)
EAN:4260017061548
USK:Freigegeben ab 12 Jahren
Label:Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Release:2008-04-04

Ein immer wieder gern zitiertes Filmschema heisst “Der einzige Zeuge”. Ein beliebiger Unbeteiligter wird Zeuge eines Verbrechens und kann entkommen. Einziger, meist verhängnisvoller, Haken an der Geschichte, der oder die Täter entpuppen sich als mächtige Gegner und/oder der Zeuge wurde vom Täter ebenfalls bemerkt. In diesem Fall ist der kleine Junge Llhamo der einzige Zeuge. Ein kalblütiger Mord begangen von einem ihm unbekannten Mann versetzt ihn in Angst und Schrecken. Unglücklicherweise hat der Täter den Jungen in diesem Fall ebenfalls bemerkt was die Sache zusätzlich brisant macht.

Zweiter, nicht ganz unwichtiger Aspekt in Bollywood Filmen ist das Drama der Liebe. Hier vertreten durch zum einen Kaya, eine indische Schönheit, die wohlbehütet und fern aller weltlichen Verlockungen in einem kleinen Dorf nahezu asketisch erzogen wurde. Auf der Gegenseite befindet sich Inspektor Shiven, ein erfahrener Polizist, der gerufen wird, den erwähnten Mordfall aufzuklären. Doch wie kommen diese drei nun zusammen und was wird daraus für eine Geschichte ?

Zufall trifft indische Religion

Der Klostervorsteher des Nachbardorfs von Kaya erfährt von der Reinkarnation seines einstigen Lehrmeisters. Diese ist, wie sollte es anders sein, der kleine Llhamo. Kayas Aufgabe ist es nun ihn zu seinem ihm vorbestimmten Platz zu bringen. Nun haben wir alle drei Hauptdarsteller zusammen und die Geschichte kann beginnen. Wie nicht anders zu erwarten, findet sich der Kriminalfall bald im Hintergrund wieder und die endloses Verstrickungen der Liebe erwarten den Inspektor sowie die etwas weltfremde Kaya.

Der Film stellt indisches Kino in seiner reinsten Form dar. Auch wenn hier ungewöhnlich viel Gewalt vorkommt, steht nach wie vor eine Liebesgeschichte mit tragischen und hoffnungsvollen Wendungen im Mittelpunkt. Die Charaktere werden entsprechend etwas farblos dahergebracht und überzeugen nicht wirklich durch Charisma oder schauspielersiche Glanzleistungen, auch wenn ich zugeben, dass Udita Gioswani als Kaya wirklich ein netter Anblick ist.

Im Osten nichts Neues

Technisch bleibt der Film immer auf der Höhe der Zeit, kann allerdings nicht mit wirklich grossen Produktionen mithalten. Lange und großartige Szenen wird mna hier ebenso vermisen wie grossartige FX oder computerunterstützte Tricks. Eben ein klassischer Liebesfilm, der ohne diesen ganzen Schnickschnack auskommt. Etwas schade ist, dass für den deutschen Vertrieb wohl kein Geld für eine Synchronisation da war. Man muss leider mit deutschen oder englischen Untertiteln zum indischen Original auskommen. Extras auf der DVD sind ebenfalls nur in geringstem Masse vorhanden. Eben einfach nur einer von tausend jährlich produzierten indischen Liebesfilmen.

Fazit

Der Film stellt eine schöne Verschmelzung westlicher und östlicher Filme dar. Bekanntes Schema trifft auf asiatische Landschaften und typisch indischen Schmalz. Eine Lovestory verpackt in einen Thriller. Nichts für den grossen Kinogenuss aber auch nicht zu schlecht um es sich mal zu gönnen.

Gesamtwertung

55%

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