Arktos – Mike Horns Umrundung der Arktis

992 0 2 24. September 2008
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Titel:Arktos - Mike Horns Umrundung der Arktis
EAN:4048317358281
USK:Freigegeben ohne Altersbeschrnkung
Label:Ascot Elite Home Entertainment GmbH
Release:2008-05-15

“Warum macht man so eine Reise? Man will einen Traum verwirklichen. Da draußen ist das Abenteuer, aber in deinem Innersten da findet das wirkliche Abenteuer statt. Du gehst über deine Grenzen, du lernst dich etwas besser kennen, du hast Zeit dich selbst zu erforschen und darauf kommt es an. Und dann, wenn du alleine auf dem Packeis bist oder in Alaska oder auf einem Boot, dann ist das wirklich eine Reise in dein Innerstes”. So beschreibt Mike Horn, ein südafrikanischer Extremsportler, seine Umrundung der Arktis. Der gleichnahmige Film “Mike Horns Umrundung der Antarktis” von Raphael Blanc zeigt die atemberaubende Schönheit und Brutalität dieser Region. Es beginnt ein Überlebenskampf gegen die Natur. 26.451 Kilometer in 808 Tagen, allein, unmotorisiert und mit unplanbaren Ereignissen.

Eine Reise ins Ich

Mike Horn, bekannt als Sportler der als Erster von der Amazonas-Quelle bis zur Mündung schwamm (1997) und die Erde am Äquator ohne motorische Hilfsmittel umrundete (1999) beginnt die Expedition “Arktos” im August 2002 vom Nordkap aus. Über das Europäische Nordmeer geht es zunächst mit dem Boot nach Grönland und dann mit Skiern weiter. Die Ausrüstung zieht er mit einem Schlitten hinter sich her. Extrem ist nicht nur die Kälte und die beissenden Winde, die den Sportler begleiten. Die Expedition ist material- und logistikintensiv, wurde aber im Vorfeld intensiv vorbereitet und ein Team von Freunden und Helfern versorgt Horn an verschiedenen Wegpunkten immer wieder mit Proviant und Material. So auch, als im einmal mit im Eis sein Zelt abfackelt und er dann halbnackt, ohne Ausrüstung und mit Verbrennungen mitten in der Arktis steht. Immerhin drei Tage musste er bei minus 30°C in einem selbst gebauten Iglo, welches er mit drei Kerzen heizte überleben.

Momentaufnahmen wie diese können nur ansatzweise die Strapazen der Reise beschreiben, die Mike Horn auf sich genommen hat. Tagelang sitzt er manchmal in seinem Zelt fest, weil die Witterungsverhältnisse eine Weiterreise nicht zulassen. Den Großteil der Strecke muss er zu Fuss zurücklegen, nur kleinere Passagen können mit dem Triamaran, einem Kajak, einem Fahrrad und einem Drachen zurückgelegt werden. Auf seiner Reise zeigt er uns markante Wegpunkte wie beispielsweise den Grenzstein zwischen Kanada und den USA. Desweiteren machen wir zusammen mit dem Extremsportler auch die Bekanntschaft seiner Helfer, verschiedener Bekannter die er auf seiner Expedition trifft und – diverser Eisbären. So setzt sich Mike Temperaturen von -70 °C bis +15 °C aus.

Fazit

"Lieber versuche ich es und scheitere, als es gar nicht ausprobiert zu haben". Danke, für den erfolgreichen Versuch, denn so kommen wir in den Genuß einer wirklich sagenhaften Dokumentation mit faszinierenden Bildern und sagenhaften Landschaftsaufnahmen. Der Film zeigt Bilder einer Region, von der man nichts oder viel zu wenig weiß und die man sich auch kaum vorstellen kann. Ungläubig sitzt man als Zuschauer vor dem Fernseher und ist dank der teilweise verwackelten Cam-Bilder immer mit dabei auf dieser Reise ins Ich. Absolut sehenswert.

Gesamtwertung

90%

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