Filmkritik: Neandertal

922 0 0 16. Juni 2009
Gefällt mir!

Titel:Neandertal
EAN:4049102250049
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:Renaissance Medien (CMS)
Release:2010-02-19

Die Welt steht Kopf: Deutschland befindet sich kurz vor der Wiedervereinigung, doch in der kleinen Ortschaft Neandertal im Westen Deutschlands interessiert das den jungen, volljährigen Schüler Guido nicht wirklich. Der Abiturient hat mit der Kleinstadtidylle und seiner Familie zu kämpfen. Zusätzlich ist er an der Dermatitis erkrankt, was einen dauerhaften Ausschlag auf der Haut zur Folge hat. Doch kann der Film aus deutscher Produktion mit Dramatik überzeugen, oder lässt er die Augenlider schwer werden?

Die Sehnsucht nach Normalität

In der kleinen Ortschaft Neandertal im Westen Deutschland lebt der junge Abiturient Guido. Schon seit seiner Kindheit leidet er an Dermatitis, wodurch seine Haut sehr sensibel ist und schwere Rötungen aufweist. Daher rührt auch sein Wunsch der Kleinstadtidylle zu entkommen und einfach nur normal zu sein. Zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder lebt er in einem bürgerlichen Haus und versucht mit seiner Krankheit zurecht zu kommen.

Doch durch einen Rückschlag landet er im Krankenhaus und seine Krankheit verschlimmert sich. Sein Bruder verlässt die Familie und zieht fluchtartig in eine Studenten-WG ein. Die Gründe bleiben vorerst im Dunkeln und auch sonst gerät Guido auf die schiefe Bahn und sieht sich bald immer mehr Problemen gegenüber. Die Familie bricht langsam auseinander, denn der Vater hat ein Verhältnis mit einer Freundin der Familie und die Mutter muss nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus.

Diese verschiedenen Faktoren spielen in der Story eine wichtige Rolle und veranschaulichen spannend und belehrend die Problematik des Schülers, der durch seine Krankheit gegeiselt ist und mit der Familie keine innige Beziehung hat. Auch die musikalische Untermalung kann überzeugen und die Kameraperspektiven passen und unterstreichen die rasanten Stellen.

Fazit

Mit "Neandertal" ist ein guter Film entstanden, der in seiner Tiefe durchaus überzeugen kann. Die Dramatik und die teils spannenden Szenen führen uns in eine harte Welt eines jungen Erwachsenen, der an der Schwelle zur Unabhängigkeit steht. Insgesamt ist der Film empfehlenswert für diejenigen, die auch gerne mit Verstand und Herz einen Film schauen.

Gesamtwertung

82%

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.