Filmkritik: Bottle Shock

1507 0 0 26. Juni 2009
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Titel:Bottle Shock
EAN:4260157711051
USK:Freigegeben ab 16 Jahren
Label:HMH Home Entertainment
Release:2009-06-25

Großer Wein ist große Kunst. Wenn Weinkenner sich über große Weine unterhalten, schauen Laien oft ungläubig. Erdig? Mit einer Note Melone? Wenn ein gutes Tröpfchen Wein zur Kultur gehört, dann sind große Weine dementsprechend Hochkultur. Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt dieser Film die frühen Tage der kalifornischen Weinproduktion. Dabei treffen französische Snobs auf bodenständige Kalifornier – das muss ja praktisch zu Komplikationen führen. Wir haben uns den Film angesehen…

Bottle Shock

Wir schreiben das Jahr 1976. Steven Spurrier (Alan Rickman) hat eigentlich alles was er braucht. Er hat einen unauffälligen kleinen Weinladen mit den feinsten Tropfen im weiten Umkreis. Nur eines fehlt ihm: Kundschaft. Egal, ob es nun an den primitiven, potentiellen Käufern liegt oder ob es nun an seiner “Wein Academy” mit Vorliebe für französische Weine zusammenhängt – es muss sich etwas ändern. So reist er auf Anraten eines Freundes nach Napa Valley, um die dortigen kalifornischen Weine zu probieren. Jim Barrett (Bill Pullman) und sein Sohn Bo (Chris Pine), ein Späthippie wie er im Buche steht, haben dort einen großen Weinbetrieb aufgebaut und haben im Lauf der Jahre einen wahrlich feinen Tropfen herangezüchtet.

Monsieur Spurrier ist von der Qualität der Weine so begeistert, dass er die “Weinjury von Paris” organisiert und damit die Weinindustrie in Kalifornien revolutionierte. Denn plötzlich konnten sich die kalifornischen Weine mit den französischen Weinen messen. Eine wahrhafte Revolution für die Szene.

Alan Rickman als französischer Wein-Snob ist einer Art Selbstparodie ist wahrlich ein Genuß mitanzusehen. Der Unterschied zwischen dem eingereisten und exzentrischen Franzosen und den kalifornischen Bauern, die seiner Ansicht nach nicht in der Lage sind einen akzeptablen Wein herzustellen, könnten kaum größer sein und sorgen immer wieder für den einen oder anderen Lacher. Randall Miller inszenierte eine sehenswerte Komödie mit viel Charme und Witz. Die prominente Besetzung mit dem Gespann Rickman-Pullman erledigt den Rest.

Fazit

"Bottle Shock" ist wie ein guter Wein: Leicht, mit viel Flair und ohne Nachwirkungen. Nicht schlecht für einen Underdog.

Gesamtwertung

80%

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