Wenn das Eis der Ostantarktis vollständig schmelzen würde, ginge es nicht nur um düstere Zukunftsszenarien, sondern um einen globalen Meeresspiegelanstieg von bis zu 52 Metern. Um herauszufinden, wie akut diese Bedrohung tatsächlich ist, begleitete die Filmemacherin Ines Reinisch eine Expedition an Bord des berühmten Forschungseisbrechers Polarstern. Das Ergebnis dieser eisigen Reise ist die 106-minütige Dokumentation Salz und Wasser – Mit der legendären Polarstern in die Antarktis, die am 20. August über den farbfilm verleih offiziell in die deutschen Kinos kommt.
Wissenschaft und menschlicher Einsatz im ewigen Eis Im Zentrum des Films steht der Antarktische Zirkumpolarstrom, die mächtigste Meeresströmung unseres Planeten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord untersuchen, ob sich dieser Strom im Zuge der globalen Erderwärmung weiter nach Süden verlagert. Wäre das der Fall, würde wärmeres Wasser direkt an die Küsten der Ostantarktis transportiert werden. Doch der Dokumentarfilm beschränkt sich keineswegs nur auf Daten und Messergebnisse. Er rückt vielmehr das Zusammenspiel zwischen der hochspezialisierten Forschungsgruppe und der erfahrenen Schiffsbesatzung in den Fokus.
Ohne die Routine und das technische Know-how der Crew wäre die Arbeit unter den extremen Bedingungen der Antarktis unmöglich. Dazu gehören prägende Figuren wie Kapitän Thomas Wunderlich, der seit 16 Jahren das Kommando auf der Polarstern innehat und unter anderem den Sommerabschnitt der weltgrößten Arktisexpedition MOSAiC verantwortete. Ebenfalls eine tragende Rolle im Hintergrund spielt Chefingenieur Henning Westphal. Er blickt auf über 50 Expeditionen in Arktis und Antarktis zurück, bewältigte gefährliche Abschnitte im tiefsten arktischen Winter und wirkt – genau wie Wunderlich – aktuell am Bau des Nachfolgeschiffs Polarstern II mit.
Auszeichnungen und Kinotour durch Deutschland Produziert von Valentin Thurn in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk und Arte sowie unterstützt vom Alfred-Wegener-Institut und dem Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, konnte die Dokumentation bereits internationale Erfolge feiern. Bei der Weltpremiere auf dem Blue Water Film Festival in San Diego wurde Salz und Wasser für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet. Weitere Prämierungen folgten, etwa beim Cinemare Meeresfilmfestival in Kiel in der Kategorie Science Communication, während die Deutschlandpremiere auf dem Filmfest Bremen stattfand.
Begleitend zum Kinostart geht das Filmteam auf eine umfangreiche Kinotour durch ganz Deutschland. Zwischen dem 16. und 27. August stellen Regisseurin Ines Reinisch, Produzent Valentin Thurn und Mitglieder der Expedition sowie der Schiffsbesatzung das Werk persönlich vor. Die Stationen führen unter anderem nach Köln, Frankfurt am Main, Berlin, Bremen, Hamburg, Burg auf Fehmarn, Kiel, Oldenburg und Cottbus.
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