Das Franzis Handbuch für Windows Vista

1399 0 0 24. September 2008
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Nach langem hin und her gibt es nun bekanntlich das neue Windows, besser bekannt unter dem Namen “Windows Vista”. Dabei soll es natürlich das komfortabelste und sicherste Windows aller Zeiten sein und bringt natürlich auch zahlreiche Neuerungen mit. Um dieser Herausforderung Herr zu werden schickt der Franzis Verlag mit Christian Immler einen erfahrenen Windows-Experten ins Rennen, der uns in “Das Franzis Handbuch für Windows Vista” auf 888 Seiten in die schöne neue Welt von Windows Vista einweihen will.

Versionsvielfalt und erste Schritte

Das Buch behandelt in 14 Kapiteln die neue Vista-Welt und stellt uns gleich zu Beginn zunächst die 5 unterschiedlichen Versionen vor: “Home Basic”, “Home Premium”, “Vista Business”, “Vista Enterprise” und zu guter letzt “Vista Ultimate”. Zunächst geht es um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser Versionen, bevor es im folgenden um die Installation geht. In diesem Schritt wird im Buch neben den Hardwareanforderungen auch die grundlegende Vorgehensweise zur Installation besprochen.

Das dritte Kapitel “Der Windows Vista Desktop” behandelt vor allem die Systemoberfläche und richtet sich damit vor allem auch an Neueinsteiger, die vielleicht zuvor noch keine Erfahrung, auch nicht mit Windows XP machen konnten. Das gesamte Buch ist von dieser Eigenart gekennzeichnet, dass es tatsächlich viele Bereich von der Pike auf behandelt, also auch einfachste Funktionen zumindest erwähnt. Dennoch finden sich dazwischen immer wieder wertvolle Tips, die auch erfahrenen Nutzern noch verborgen geblieben sein könnten. Daneben werden auch zahlreiche neue Features vorgestellt, wie zum Beispiel die Flip3D Umschaltung oder das neue Begrüßungscenter.

Explorer, Programme, Hardware

Das vierte Kapitel rund um den Explorer ist mit rund 100 Seiten eines der stärksten im Ratgeber. Hier geht es um die richtige Handhabe des mächtigen Dateibrowsers inkl. alter und neuer Features. Christian Immler behandelt hierbei Ordneransichten und Dateiattribute genauso intensiv und akkurat wie den Bildbetrachter oder Kompressionsverfahren. Im folgenden Kapitel rund um die Programme ist der Titel sehr aussagekräftig: “Alte Bekannte und neue Gesichter” umreißt sehr schön die Vorstellung solch bekannter Programme wie dem Editor oder Paint. Aber auch die “neuen Gesichter” kommen nicht zu kurz: Wußten Sie beispielsweise, dass das “Snipping Tool” für Bildschirmfotos genutzt wird? Und was ist das “Li-La-Land”? All das und auch, wie sie weitere Programme richtig unter Vista nachinstallieren können wird erklärt.

Im Kapitel “Hardware” gehts sprichwörtlich ums Eingemachte. Für erfahrene Nutzer von Windows XP gibt es hier relativ wenig Neuigkeiten, denn die Systemsteuerung wie auch der Gerätemanager sind auch diesmal wieder mit von der Partie. Dafür blickt der Autor über den Tellerrand hinaus und stellt uns in diesem Teil des Buches beispielsweise die unterschiedlichen Speicherkarten vor. Wichtig ist sicher auch, die ausführlich beschriebene Installation von Druckern und anderen Peripheriegeräten.

Multimediales Vergnügen und Sicherheitsaspekte bei Vista

Nach einer kurzen Vorstellung der Individualisierungsmöglichkeiten von Windows Vista (Anpassen der Menüs, des Hintergrunds, etc.) kommt eines der wichtigsten Kapitel des Buches nämlich “Audio, Video & TV”. Dahinter verbirgt sich eine Vorstellung des Windows Media Players sowie des umfangreichen Windows Media Centers. Besonders letzteres wird sehr gekonnt und äußerst detailiert nähergebracht, ist es doch für einen Großteil der Nutzer ein gänzlich neues Feature, welches allerdings nicht in allen Versionen verfügbar ist.

Womit Microsoft bisher immer stark zu kämpfen hatte waren die Sicherheitsprobleme vergangener Tage. Auch über diese sicherheitsrelevanten Bereiche wie Backup, Trojaner & Viren und natürlich den bekannten Windows-Update-Dienst wird im 10. Kapitel berichtet. Hier zeigen sich dann doch recht deutliche Unterschiede zu den Vorgängern und “Das Franzis Handbuch für Windows Vista” beschreibt diese neuen Features wie den “Windows Defender” ausführlich.

Last but not Least

“Das Internet ist als weltweites Informationsmedium heute nicht mehr wegzudenken”. Mit diesen Worten eröffnet der Autor das Kapitel rund ums Thema “Internet”. Neben der Installation der notwendigen Hardware wie ISDN-Karten oder der Einrichtung eines DSL-Accounts gibt C. Immler auch wertvolle und immer richtige Tips zu solchen Fragen wie “Was ist der richtige Standort für einen W-Lan-Router?”. Auch zum Thema der drahtlosen Netzwerkverbindungen und sog. Hotspots werden hilfreiche Tips und grundsätzliche Hinweise gegeben.

Später im Kapitel geht es auch um Browser, Email-Programme und RSS-Newsfeeds. WIe man diesen Programme bedient, was sie können und wo ihre Grenzen liegen wird hier sehr schön aufgezeigt. Der Autor geht hier auch glücklicherweise nicht nur auf den “Platzhirsch Internet Explorer” ein, sondern bringt auch den Firefox Browser ins Gespräch und vergleicht die beiden Kontrahenten miteinander.

Im Kapitel “Netzwerke” sind dann die Techniker gefragt, aber keine Angst: Auch wenn Sie bei Begriffen wie “IP” einen starren Blick in die Ferne bekamen und ihr Laptop sein Dasein völlig isoliert von dem danebenstehenden PC fristst kann ihnen nun geholfen werden. Auch hier gibt der Autor auch absoluten Neueinsteigern einen Einblick von A bis Z. Dies gilt auch für die Registrierungsdatenbank, die bekanntermaßen nur mit Vorsicht zu bearbeiten ist.

Fazit

"Das Franzis Handbuch für Windows Vista" ist ein gelungenes Buch für Windows Einsteiger und ein Nachschlagewerk für alle Vista Neulinge. Es behandelt alle Wesentlichen Themen des Systems sehr ausführlich und setzt keine größeren Vorkenntnisse voraus. Dementsprechend geht es aber nur selten in die Tiefe und behandelt diverse Bereiche nur aus der Sicht eines Einsteigers. Dennoch: Wer ein solides Nachschlagewerk für das neue Windows Betriebssytem benötigt ist hier fündig geworden und das bei einem wirklich herausragenden Preis-Leistungsverhältnis.

Gesamtwertung

81%

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