Resident Evil Archives

2107 0 1 24. September 2008
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Was ist knapp 350 Seiten stark und kann sich zurecht als eine der interessantesten Gamer-Lektüren des Jahres bezeichnen? Aus dem Future Press Verlag erreichte uns vor kurzem das ultimative Begleitbuch zur “Resident Evil”-Reihe, welche nicht nur mit lesenswerten Fakten und Details rund um das Spiel und dessen Helden erfreut, sondern vor allem mit einer wahren Bilderflut an Eindrücken überrascht hat. Und so kurz vor Weihnachten wollen wir euch das Buch gerne etwas näherbingen…

Nachschlagewerk für Fans

Wer das Buch zum ersten Mal in Händen hält wird allein von der Aufmachung begeistert sein. Auf den 350 Seiten durften sich insbesondere Grafiker- und Layoutkünstler mal so richtig austoben und zeigen uns in den vorliegenden 9. Kapiteln (genannt “Tracks”) was sich alles innerhalb der letzten zehn Jahre bis zum heurigen Jubiläum alles getan hat. In einer kurzen Introduction werden zunächst die Titel Resident Evil Zero, Resident Evil (1), Resident Evil 2, Resident Evil 3 Nemesis und Resident Evil Code: Veronica kurz und knapp vorgestellt. Anschließend wird jedes Spiel, deren Hauptdarsteller und die Story genauestens beleuchtet. Jeder Geschichte liegt auch eine ausführliche Darstellung der Beziehungen der Charaktere bei, so daß man sich auch bildlich nochmals die Verwandtschaften und Begegnungen vor Augen führen kann.

Die Storyline wird dann ganz genau unter die Lupe genommen. So kann man sich wahrhaftig nochmals die komplette Story der Resident Evil Teile nachlesen statt nachzuspielen und erfährt so noch mehr wissenswerte Details rund um das Game. Zu den Texten finden sich auch zahlreiche Screenshots zum Spiel, die das Lesen fast zu einer Lektüre eines Comicstrips machen.

Im Character Track werden dann die Hauptdarsteller aus 10 Jahren “Resident Evil” analysiert. Angefangen bei Chirs Redfield, dem Pointmann der STARS-Truppe bis hin bezaubernde Jill Valentine, die im Laufe der Jahre eine bemerkenswerte Entwicklung von der strengen Einzelkämpferin zur bildhübschen Minirockträgerin wurde. Was laue Septemberabend alles bewirken können… In dem Character Track erfährt der Fan so alles Wissenswerte und erinnert sich so an machen vergessenen Namen wie Richard Aiken oder Robert Kendo.

Was wäre Resident Evil ohne Monster

Sehr witzig und interessant gemacht ist die anschließende Creature Abteilung, in der man sich alle Zombies, Cerberus Hunde und sonstiges Ungetier, welches unseren Weg im Spiel kreuzte nochmals ansehen kann. Sowohl die größten Kreaturen wie der Proto-Tyrant oder der unangenehme “Licker”, aber auch die kleinsten Nervtöter (Egel, Wespe) finden ihren Weg ins Resident Evil Archiv. Zu jeder Kreatur gibt es Hintergrundinformationen und Infos in welchem Teil sie vorkam. Besonders lesenswert sind die unterschiedlichen Stadien des G-Virus beim befallenen Wirt. Hier zeigt sich erst welchen Erfindungsreichtum die Macher bewiesen haben, denn im Spiel hatte man ja kaum die Zeit dies zu würdigen.

Im “Item Track” findet man dann auf knapp 20 Seiten alle Items aus der Geschichte von Resident Evil. Jede Waffe, jeder Schmuckkasten, selbst der Blumenttopf aus RE: Code Veronica findet sich hier wieder. Ein kurzer Text beschreibt das Item oder gibt wertvolle Hinweise, was man alles in dem Objekt finden bzw. was man damit tun konnte.

Im Kapitel Visual Work wird anschließend ein Blick hinter die Kulissen geworfen, denn der Track zeigt Illustration, Grafiken und Skizzen der Resident Evil-Reihe. So bekommt man hier auch einiges zu sehen, was dem Spieler bisher verborgen blieb bzw. was in der endgültigen Version anders gemacht wurde. Die Arbeiten der Designer zu sehen ist vielleicht das Interessanteste am ganzen Buch, denn die Artworks sind wirklich sehr sehenswert und wie das ganze Archiv in ausgezeichneter Qualität.

Wer dann noch nicht genug hat, kann sich im “Keyword Track” noch einen abschließenden tieferen Einblick in die Welt von Resident Evil verschaffen. Neben einem Stadtplan von Racoon City finden sich darin auch Beschreibungen zu STARS, UBCS und eine lesenswerte Kolumne zu den Gefahren eines realen Biohazards. Der abschließende Database Track bedient Fans noch mit einer chronologischen Darstellung aller Ereignisse, Dokumenten und Notizen zu jedem Teil der Reihe und einem Glossar für alle Abkürzungen.

Fazit

Natürlich richtet sich "Resident Evil Archives" primär an Fans und Liebhaber der Resident Evil Reihe, aber auch Gelegenheitsspieler werden angesichts der vielen Informatione, Bilder und Grafiken ihre Freude haben und das Buch nicht missen wollen. Zur Lektüre im Bett zu nachtschlafener Zeit ist es allerdings nicht geeignet. Albtraum-Gefahr. Ansonsten bedingungslos zu empfehlen. Ein paar Interviews mit den Machern und etwas mehr Infos zur technischen Entstehungsgeschichte hätten den guten Gesamteindruck sicherlich noch abgerundet.

Gesamtwertung

88%

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