Trapped Ashes (DVD)

1473 0 1 24. September 2008
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Titel:Trapped Ashes
EAN:4020628981006
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:Koch Media GmbH - DVD
Release:2008-01-25

Ich koche gerne. Das wussten Sie sicher noch nicht. In meinen Augen ist es eine Kunst Zutaten und Gewürze so zuzubereiten, dass daraus ein schmackhaftes Ganzes wird. Kaum fehlt eine Zutat gelingt das große Ganze nicht und ein Fehler beim Wiegen, Messen oder Braten kann die Arbeit von Stunden zunichte machen. Eigentlich ein ganz klein wenig so wie bei einem Film. Hat man ein gutes Drehbuch, einen erfahrenen Regisseur, talentierte Schauspieler und viele weitere professionelle Helfer hinter den Kulissen kann ein Film ein Kassenschlager werden. Ob das bei “Trapped Ashes” der Fall sein wird, wagen wir zu bezweifeln, aber der Reihe nach…

Von Monstertitten und Sex mit Leichen

Die Handlung von “Trapped Ashes” ist schnell erzählt: Eine Gruppe von Touristen landet bei einer Sight-Seeing Tour durch ein Filmstudio/Set in einem abgeschiedenen Spukhaus, welches schon für den Film “Hysteria” herhalten musste. Laut dem Führer der Gruppe “Desmond” sei es dort nicht sicher, aber weil die Gruppe insistiert, lässt er sie in das Gruselhäuschen, wo sich alle plötzlich in einem Raum wiederfinden, der keinen Ausgang zu haben scheint. In der Mitte ein runder Tisch mit genügend Stühlen und allerlei martialischem Werkzeug darauf. Bald wird klar was hier gespielt wird: Schon in “Hysteria” war genau dies die Handlung. Eine Gruppe von Schauspielern wurde von dem verschwundenen Regisseur des Streifens gezwungen an dem Tisch Platz zu nehmen und sich ihre schlimmsten Horrorgeschichten zu erzählen. Und zwar nicht nur einfach frei erfundene Gruselgeschichten, sondern persönliche Dinge. Stories, die den Beteiligten tatsächlich passiert sind. Das scheint der einzigste Weg aus der Falle zu sein und so zögern auch unsere “Touris” nicht davor zurück ihre Erfahrungen zum Besten zu geben.

Da hätten wir zum Einen die skurile Geschichte der “Monstertitten” der jungen, aufstrebenden Blondine, die in Hollywood als Schauspielerin ihr Geld verdient. Um ihrer Karriere etwas Aufschub zu geben hat sie sich die Brüste machen lassen, doch leider ist sie dabei an den falschen Chirurgen geraten, denn dieser hat ihr blutsaugende Hupen verpasst. Ja, Sie haben richtig gelesen. Die beiden machen sich nach und nach beim Sex oder bei Dreharbeiten bemerkbar und jedesmal wenn ihnen einer zu Nahe kommt…Sie wissen schon. Auch die nächste Geschichte fängt harmlos an und endet im Wahnsinn. Während einer Kunstausstellung trifft eine andere Dame der Gruppe in Ihrer Geschichte nämlich einen Japaner, der sie auf ein Gemälde aufmerksam macht, welches die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die von einem Monster entführt wird. Das Ganze wird mit Anime-Sequenzen erzählt und ist bis dahin noch recht nett anzusehen. Im weiteren Verlauf dieser Episode wird die Frau selbst auch “entführt” und hat zunächst in ihrem Träumen wieder Geschlechtsverkehr mit dem ominösen (und bereits verstorbenen) Japaner und später findet sie Gefallen daran es mit einer stark verwesenden Leiche zu tun.

Eine Frage des Geschmacks

Die aneinandergereihten Episodenfilme werden durch die Rahmenhandlung der Touristengruppe zusammengehalten und genau diese Rahmenhandlung ist anfangs auch noch ganz nett anzusehen, aber mit zunehmender Dauer des Films einfach unerträglich. Während der Film technisch wie handwerklich noch recht gut gemacht ist, sind die Inhalte der Episodenfilme unglaublich stumpfsinnig. Eine große Verschwendung von Zeit und Talent, die alle Beteiligten reingesteckt haben. Zwar mag es sein, dass dieser Film auch Fans findet, aber auch als Fan von Horrorfilmen muss man festhalten, dass “Trapped Ashes” weder unterhaltsam noch gruselig ist, sondern mit fraglichen Mitteln versucht Splatter- und Ekeleffekte mit Sex zu verbinden. Das ist dann auch der rote Faden bei allen Episoden.

Fazit

Wie gesagt: Ich koche gerne. Auf die Zutaten kommt es an. Bei "Trapped Ashes" ist das genauso. Ein paar schlechte Episodenfilme können durch eine charmante Ramenhandlung nicht aufgewertet werden und die ungruseligen, dafür aber dummsinnigen Geschichten von blutsaugenden Monsterbusen und die Sache mit dem Leichenakt zeigen, dass es die Mühe nicht wert ist. Im Ernst: Nutzen Sie Ihre Zeit anders. Ein Gutes hat der Film: Sie können nebenbei kochen. Glauben Sie mir: Sie verpassen nichts.

Gesamtwertung

19%

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