Filmkritik: The Valley Intruder

2097 0 0 14. August 2009
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Titel:The Valley Intruder
EAN:4012020066443
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:SUNFILM Entertainment
Release:2009-07-24

“Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem Kommentar im Film um die kranken Gedanken des Mörders handelt. Uns liegt es fern Frauen zu diskriminieren, sondern wir wollen alleine nach bester Lommel-Art unterhalten. Auch heute zeigen wir einen Film der auf Tatsachen beruht. Der Massenmörder hat ab 1984 in L.A. 16 Menschen getötet und wartet noch heute auf seine Hinrichtung.

Lommel is back!

Als Redakteur hat man es nicht immer leicht. Und wenn man denkt es kann nicht schlimmer kommen, kommt von irgendwo ein “Lommel” her. Die obigen Textzeilen werden am Anfang des neuen Films “The Valley Intruder” gezeigt und verweisen auf die unterhaltsame “Lommel-Art”. Treue Leser unseres Magazins wissen ja schon, dass wir nicht gerade ausgewiesene Ulli Lommel-Fans sind. Klar, wir könnten jetzt die Inszenierung der Lebensgeschichte von Richard Ramirez lobend erwähnen, uns darüber auslassen wie gekonnt das Blut an die Wände spritzt und ähnliches. Aber am Ende bleibt (mal wieder) nur eine Frage: Wer fördert solches Machwerk?

Nicht genug, dass sich Lommel mal wieder eine Geschichte aussucht, die auf wahren Begebenheiten beruht und dieses vergessene, kranke, dunkle Kapitel der 80er wiederaufleben lässt (worauf wir alle gut hätten verzichten können) – Nein, wie immer ist es auch genau die beschworene “Lommel-Art”, die uns zu schaffen macht: Die Inszenierung ist in gewohnter Lommel-Manier wirklich “lommelich” – Die Kameraführung ist unterirdisch schlecht, die verworrenen Effekte und die mässigen Schauspieler reihen sich hier nahtlos ein. Die Bild- und Tonqualität rundet das Werk ab, Extras gibt es keine. Eine gute Nachricht gibt es: Nach 70 Minuten ist der Spuk vorüber…

Fazit

Wer will sowas sehen? Horrorfilme sollen Spass machen, sie sollen unterhalten. Was Lommel mal wieder in "The Valley Intruder" inszeniert ist weder neu, noch gruselig, noch gut gemacht. Es ist das x-te Wiederaufwärmen immergleicher Geschichten mit denselben Mitteln. "Wir wollen nur nach bester Lommel-Art unterhalten"?

Gesamtwertung

5%

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