Filmkritik: Saw Killing (Blu-Ray)

3503 0 4 20. Oktober 2013
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Titel:Saw Killing [Blu-ray]
EAN:0807297129397
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:Maritim Pictures (Intergroove)
Release:2013-04-26

Bei Saw Killing handelt es sich um dem Re-Release des Films “The Clinic” aus dem Jahr 2010. Die Geschichte ist relativ schnell erzählt. Die hochschwangere Beth (Tabrett Bethell) und ihr Verlobter Cameron (Andy Whitfield, bekannt aus Spartacus: Blood and Sand) sind auf dem Weg zu Beths Mutter, als sie Halt in einem Motel machen müssen. Als sie abends im Zimmer sind, kann Cameron nicht schlafen und macht sich deswegen auf den Weg, einen trinken zu gehen. Als er jedoch wieder zurück kommt, fehlt jede Spur seiner Frau. Diese wurde entführt und in einen verlassenen Lagerhauskomplex gebracht. Weil es immer noch schlimmer geht, merkt Beth beim Aufwachen, dass man sie entbunden hat und das Baby weggenommen hat. Doch sie ist nich alleine in dem Lagerhaus. Neben ihr sind noch fünf weitere Frauen hier, die alle das gleiche Schicksal erlebt haben.

Sechs Frauen und ein Ziel

Doch was steckt dahinter? Wurden sie wahllos hier hingebracht oder gibt es einen Plan hinter alledem? Das erfahren wir im Laufe des Films. Jede der 6 Frauen hat einen farbigen Plastikclip im Bauch, mit dem man das Baby der jeweiligen Frau zuordnen kann. Um jetzt herauszufinden, welches Baby wem gehört, greift eine der Frauen zu drastischen Mitteln: Ehe sie sich selber den Bauch wieder aufschneidet, bringt sie lieber die anderen Frauen eine nach der anderen um, um den Plastikclip aus deren Bäuchen zu schneiden. Denn wenn sie alle Clips hat, dann weiß sie, welches Baby von ihr ist. Beth durchschaut dies nach einiger Zeit und versucht daher zusammen mit Veronica, einer Ärztin, die Clips aus ihren Bäuchen zu operieren. Doch natürlich kommt alles anders als man denkt und am Ende erfährt der Zuschauer auch, was es mit den Albträumen von Beth auf sich hat…

Schatz oder Schund?

Bei Saw Killing handelt es sich um einen Horrorfilm der etwas anderen Sorte. Es gibt kaum Schockmomente, die nicht vorhersehbar sind. Es geht hier vor allem um die Angst einer Mutter, die ihr Baby verloren hat, bevor sie es überhaupt zu Gesicht bekommen hat. Und als sie kurz davor war, ihr Neugeborenes zu retten, verschwindet es wieder. Man merkt im gesamten Film, dass es hier vor allem um Psychoterror geht, den die Entführten Frauen aushalten müssen. Definitiv nichts für zart besaitete Zuschauer. Alleine schon die Vorstellung, dass einem das Kind entbunden wird und man danach nicht weiß, was mit dem Neugeborenen ist, hat es uns eiskalt den Rücken runterlaufen lassen.

Ein großer Pluspunkt für den Film sind mit Sicherheit die überzeugenden Schauspieler. Vor allem Tabrett Bethell als Beth und Andy Whitfield als ihr Verlobter Cameron wissen zu überzeugen. Leider sieht man von Withfield nicht so viel, aber in den Szenen in denen er vorkommt, überzeugt er als verzweifelter Verlobter, der auf der Suche nach seiner Verlobten und seinem ungeborenen Kind einfach alles tut, um sie zu finden. Die Entwicklung von Beth im Film ist auch sehr gut nachvollziehbar. Von der verzweifelten Mutter, die ihr Kind sucht, zur taffen Quasi-Anführerin, die um jeden Preis ihr Baby wiederhaben will. Auch die beklemmende Stimmung im verlassenen Lagerhauskomplex trägt zum positiven Gesamtbild bei.

Fazit

Wer mit einigen Litern Kunstblut aus dem Bauch der Mutter entführten Kindern und ein paar Innereien kein Problem hat, kann sich den Film auf jeden Fall anschauen. Alle anderen sollten wohl eher einen Bogen um den Film machen.

Gesamtwertung

71%

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