Filmkritik: Halloween – Left for dead

1024 0 0 25. Oktober 2009
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Titel:Halloween - Left for Dead
EAN:4260191250059
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:SUNFILM Entertainment
Release:2009-10-16

Drogen, Sex, Alkohol – So sehen scheinbar die exzessiven Halloween-Partys in einer kleinen kanadischen Universtitätsstadt dauernd aus. Es war genau vor einem Jahr als eine Gruppe von Freunden einen Kerl beim Diebstahl in ihrem Auto erwischt haben. Sie verfolgen ihn, jagen ihn und stellen ihn in einem nahegelegenen Wald. Sie rempeln ihn ein wenig an, schubsen ihn herum als er plötzlich fällt und mit dem Kopf aufschlägt. Der Dieb atmet kaum noch doch die Jungs rennen einfach weg, bevor sie erkannt werden. Nun, ein jahr später, scheinen sie die Ereignisse von damals wieder einzuholen…

Halloween – Left for dead

Zwar haben die Jungs die Geschichte erfolgreich vertuschen können, aber nach und nach verschwinden bei den Festivitäten zu dem diesjährigen Grusel-Fest ihre Freunde. Tommy beobachtet den Mord an seinem Freund Freddy, der vor einem Fenster stehend erdrosselt wird, doch als er in das Zimmer kommt ist keiner da, weder Freddy noch ein möglicher Täter. Nach und nach lichten sich die Reihen immer weiter und bei den verbliebenen Freunden kommt ein schrecklicher Verdachte auf: Was wenn der Dieb nicht tot ist? Und was hat das alles mit dem kürzlich freigelassenen Serienmörder zu tun?

Regisseur Christopher Harrison hat das Ursprungsmaterial zu “Halloween” durchaus verinnerlicht und scheint eine Kopie der Videokassette unter dem Kopfkissen zu haben. Die Hommage an das Original bedient sich nicht nur am ursprünglichen Konzept, sondern wird auch von vielen anderen Teenie-Horror-Filmen beeinflusst. So kommt dann beim Zuseher auch alsbald das Gefühl auf vieles zu kennen, schonmal irgendwo anders so oder so ähnlich gesehen zu haben. Auch die Spannungselemente wird man vermissen, schließlich weiß man, dass bei Halloween gemetzelt wird, sprich: Die Protagonisten sind schon tot, sie wissens nur noch nicht. Nur gegen Ende kommt dann tatsächlich etwas Nervenkitzel auf, schließlich will man ja sehen, wer überlebt…

Optisch kann man dem Film hingegen keinen Vorwurf machen. Die Darsteller machen ihre Sache wirklich ordentlich und mit Steve Byers (Nikita, Falcon Beach), Danielle Harris (Halloween 4 – Michael Myers kehrt zurück, Halloween 5 – Die Rache des Michael Myers Düstere Legenden), Shawn Roberts (X-Men, Land of the Dead, Diary of the Dead) auch recht prominent besetzt. Und auch die Kamera- und Regiearbeit kann sich durchaus sehen lassen. Bild- und Tonqualität sind ebenfalls über jede Kritik erhaben.

Fazit

"Halloween - Left for dead" wird vermutlich kein Klassiker werden. Während die Produktion ordentlich ist, kann die Story einfach nicht überragend fesseln. Dafür hat man den Streifen in Teilen (woanders) schon zu oft gesehen.

Gesamtwertung

65%

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