Apocalypse of the living Dead (Blu-Ray)

1035 0 6 16. Januar 2011
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Titel:Apocalypse of the Living Dead [Blu-ray]
EAN:4009750390641
USK:Freigegeben ab 18 Jahren
Label:Euro Video
Release:2011-01-20

Im Januar 2011 erheben sich wieder einmal die Toten aus ihren Gräbern, bzw beginnen schon vor dem Besuch ihrer letzten Ruhestätte Jagd auf unschuldige Menschen zu machen. Was der neue Zombiestreifen von Regisseur Milan Kojevic so zu bieten hat und ob er Fans des Genres gefallen wird oder doch lieber in der Gruft geblieben wäre, zeigt euch unser Test der Blu-Ray-Fassung…

Handlung

Zum Einen bleibt die Handlung von “Apocalypse of the living dead” (OT:„Zone of the Dead“) den Grundsätzen von Zombiestreifen treu, zum anderen weicht sie jedoch davon ab. Das dies nicht unbedingt zum Nachteil des Films ist, zeigt sich in der Umsetzung.

So beginnt der Film genretypisch mit dem Ursprung der späteren Zombieflut, legt dann aber das Hauptaugenmerk auf mehrere andere Handlungsträger und ihre Vorgeschichten, derer es insgesamt sechs gibt.

Diese Handlungsstränge finden im weiteren Verlauf des Films zusammen und ergeben in der Summe die, wiederum für solche Filme typische, Gruppe der Überlebenden, welche nur zusammen die Geschehnisse überstehen können.

Mit diesem Unterschied zu anderen bekannten Filmen gleicher Machart, in denen es meist um einen Hauptprotagonisten und seine Sidekicks geht, hebt sich der Film schon einmal positiv von seinen Mitkonkurrenten ab.

Charaktere

Wo wir schon von verschiedenen Handlungsträgern sprechen, können wir sie auch gleich vorstellen, ohne jedoch zu sehr ins Detail zu gehen um Spoiler zu vermeiden.

Als da wären:

  • Der alte Mann. Einfach zur falschen Zeit am falschen Ort?
  • Der Gefangene. Nur ein Straftäter, oder steckt mehr dahinter?
  • Agenten von Interpol. Sie sollen den Gefangenen eigentlich nur außer Landes schaffen.
  • Der Fanatiker. Was hat der Junge Mann der in einem Kloster gefangen gehalten wurde mit all dem zu tun?
  • Die Party Kids. Drei Jugendliche die eigendlich nur von einer Party nach Hause wollten.
  • Die Regierung. Was.. –gesperrte Information-…

Splatter ist nicht Alles

Ja es handelt sich um einen Zombiestreifen und ja es klingt im ersten Moment komisch wenn da jemand behauptet das Splatter nicht alles sei. Ist aber So!

Denn “Apocalypse of the living Dead” fährt den Splatterfaktor, aus heutiger Sicht, sehr zurück und bringt dafür etwas mehr Handlung und Dialoge ins Spiel, die sich außerdem nicht nur auf spaßige „One-Liner“ beschränken.

Wobei es auch von denen einige gibt.

Beispiel gefällig? : So schlägt einer der Protagonisten vor, man solle sich doch in einem „Kaufhaus“ vor den Untoten verschanzen, was jedoch für „eine äußerst dumme Idee“ gehalten wird.

So und ähnlich sind an verschiedenen Stellen des Films immer wieder persiflierende Anspielungen auf bekannte Genregrößen eingestreut, was für Kenner der selbigen sicher ein Plus darstellt.

Gore-Faktor

Wie gesagt, der Gore- und Splatterfaktor liegt in diesem Film eher im unteren Mittelmaß, allerdings nur was die Häufigkeit, nicht aber was die Inszenierung und explizite Darstellung angeht.

Da gibt es Zombies denen ihre Innereien herausquellen, fiese Entstellungen, abgerissene Körperteile und auch in Kampfszenen kommt der Einsatz des Roten Lebenssaftes und anderer Splattereinlagen nicht zu kurz.

So fanden wir, entgegen einiger anders lautender Meinungen zum Trotz, dass das Verhältnis von Dialogen, ruhigen Momenten und actiongeladenen Szenen recht ausgewogen daherkommt.

Ausstattung

Der Umfang der Blu-Ray-Fassung ist beileibe nicht der satteste.

Bis auf ein Paar Trailer anderer Filme aus dem osteuropäischen Raum (die nicht einmal eine deutsche Tonspur haben), finden sich keinerlei Extras wie „Behind the Scenes“ o. ä. auf der Silberscheibe wieder. Solche Extras sind zwar nicht unbedingt ein Muss, aber dafür sicher immer eine gern gesehen Beigabe. Schade, dass dies fehlt.

Fazit

Eins ist uns klar, die vielen Dialoge gepaart mit dem Versuch einen gewissen Grad an Story in den Film ein zu bringen, dürfte nicht jedes Fans Geschmack sein. Trotz allem sollte man diesem Film eine Chance geben und sich, vielleicht sogar positiv, überaschen lassen. Uns jedenfalls hat es, trotz fehlendem Splatter-Dauerbeschuss, sehr viel Spass gemacht den Protagonisten bei ihrem Kampf ums Überleben über die Schulter zu schauen.

Gesamtwertung

85%

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