X – Rebirth (PC)


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Cover

Wenn Entwicklerstudios Großes vorhaben, endet das entweder in einer großen Sensation oder aber in einem Desaster. „X – Rebirth“, der vierte Teil der Weltraumsimulation „X: Beyond the Frontier“ vom deutschen Entwickler Egosoft, ist leider trotz ambitionierter Ausgangslage leider nur eine Bauchlandung geglückt. Das liegt nicht einmal an der Spielewelt, sondern eher an der mangelhaften Umsetzung, die leider den Spielspaß extrem trübt und Neueinsteiger vergrault. Wie kam es dazu?

Neubeginn im Weltraum

„X – Rebirth“ trägt zu Recht keine Zahl mehr im Titel: Losgelöst von der „X“-Trilogie bildet dieser Teil einen Neustart innerhalb des seit 1999 immer wieder erweiterten Universum. Neue Geschichte, neues Glück. Die Handlung spielt deswegen im gleichen Universum, jedoch einige Jahre später unter völlig neuen Voraussetzungen. Immer noch im Mittelpunkt ist der Spieler mit seinem Raumschiff und die riesige Galaxie, die es zu erkunden gilt. Als Freelancer wider Willen wird der Spieler in der Kampagne erst in die Machenschaften skrupelloser Konzerne gezogen, um danach eine noch unbekannte Macht im „X“-Universum daran zu hindern, das bekannte Weltall zu versklaven. Neben der Kampagne gibt es auch einen Freien Modus, in dem der Spieler das Weltall frei bereisen kann, um Missionen zu erfüllen oder einfach als Pirat den Konzernen auf die Füße zu treten.

Auf die Spieler gehört…

Am Spielprinzip hat Egosoft also trotz Reboot nicht viel geändert. Warum auch? Die Mischung aus freier Missionswahl und riesigen Erkundungsmöglichkeiten hat bereits in den Vorgängern recht gut funktioniert. Um dennoch genügend Abstand zur ursprünglichen Trilogie zu gewinnen, hat Egosoft nicht nur das Universum maßgeblich verändert, sondern sich auch der Spielerkritik angenommen. Einige Detailveränderungen sind die Folge. So gibt es zum ersten Mal seit „X2“ wieder eine funktionierende Cockpit-Ansicht und zum ersten Mal in der Geschichte der Reihe können Raumstationen nicht nur besucht, sondern auch zu Fuß erkundet werden. So viele Eingeständnisse müssen belohnt werden… oder?

…heißt noch lange nicht, dass alles besser ist

Leider entpuppen sich alle neuen Elemente schnell als ziemlich dröge und aufgesetzt. Die Raumstationen, eigentlich die perfekte Möglichkeit für „X – Rebirth“, mehr über die verschiedenen Lebewesen der Galaxie zu zeigen, sind nicht weiter als langweilig texturierte Gängkaskaden. Da hilft auch nicht, dass die Charaktere steif wie Marionetten sind und es generell außer Kisten und Schränken zu erkunden gibt. Außerdem nervt das Herumgelaufe in den langen Gängen, da eine richtige Karte fehlt. Das Cockpit ist auch ein großer Nervfaktor, der bereits nach wenigen Minuten im Spiel negativ auffällt. Zwar wird versucht, die Ansicht durch Anzeige von Statistiken in das Spiel einzubinden, dank viel zu vieler Animationen in diesem Bereich ist jedoch schnell die Schmerzgrenze des Spielers erreicht. Persönlich ohrfeigen möchte man die Entwickler für die Benutzeroberfläche. Verschachtelte Menüs wechseln sich mit nichts sagenden Übersichten ab und geben dem Spielspaß einen weiteren, beinahe todesstoßartigen Dämpfer.

Käfer, wohin das Auge reicht

Das beste Argument gegen „X – Rebirth“ (und das auf diese Art zu sagen tut echt ein wenig in der Seele weh) ist jedoch der Auslieferungszustand des Spiels. „Dank“ neuer Engine läuft das Spiel mit vielen kleinen und größeren Bugs gerade so. Abstürze konnten glücklicherweise vermieden werden, aber wenn Spielelemente verschwinden und dadurch gesamte Questreihen unmöglich werden, ist dies schon ein herber Schlag für die Spieler. Glücklicherweise konnte dieses Problem durch einen Neustart des Spielstandes behoben werden – aber der Gesamteindruck bleibt betrübt. Zudem ist die Grafik selbst bei minimaler Effektdichte ein wahrer Prozessorfresser: Für FullHD reicht ein ansonsten guter Quadcore auf maximal 30 Frames pro Sekunde – eher weniger, wenn viel im Weltall passiert. Die schlechte Performance ist völlig inakzeptabel, da die gebotene Grafikqualität mit der Auslastung in keiner Relation steht. Guter Wille seitens Egosoft ist zumindest erkennbar: Quasi täglich erscheinen kleiner Patches, die dem Spiel auf die Sprünge helfen sollen – bisher allerdings vergeblich.

Fazit

Unsere Wertung zu X – Rebirth (PC)
 Wertung 55 von 100 Punkten


"Um "X - Rebirth" sollten selbst Fans der Trilogie einen weiten Bogen machen - zumindest, bis Egosoft es geschafft hat, die vielen Baustellen zu beseitigen. Aber so bleibt ein fader Beigeschmack Marke "Alpha-Tester Käufer" zurück."


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Grafik
40
Sound
45
Gameplay
50
Steuerung
65
Gesamtwertung
55

Screenshots

Bilder zu X – Rebirth (PC)


Produktinformationen

Informationen zu X Rebirth
Titel X Rebirth
Erscheinungsdatum 2013-11-15
Sprachen Deutsch (Subtitled)
Deutsch (Original)
Deutsch (Manual)
Publisher Koch Media GmbH
System Pc
Genre Actionspiele
Format CD-ROM
Edition Standard
Produktgruppe Computerspiel
EAN 4020628084448
*Alle Angaben ohne Gewähr.

Über den Autor

Michael
Michael ist ein 25-jähriger Wirtschaftsinformatiker aus dem schönen Rheinland. Das Computerspielen wurde ihm quasi in die Wiege gelegt, als Befehle wie "cd Spiele" und "dir" noch alltäglich waren. Auch für die klassischen 8- und 16-Bit-Konsolen konnte er sich immer begeistern. Seine Lieblingsgenres sind Ego-Shooter und Strategie, aber ein Blick über den Tellerrand ist immer drin.

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