Grisu wollte zwar immer Feuerwehrmann werden, ist aber anscheinend Programmierer bei VIS-Studio geworden. Das Entwicklerteam hat nach dem Flughafen-Feuerwehr-Simulator nun auch den Werksfeuerwehr-Simulator entwickelt.

Werksfeuerwehr-Simulator

Der Unterschied zum Quasi-Vorgänger erkennt man bereits beim Titel: Statt auf einem Flughafen, ist der Spieler nun Feuerwehrmann in einer Werksfeuerwehr. Zu seinen Aufgaben gehört nicht nur das Bekämpfen der Brandherde, auch das Retten Unschuldiger, und das Entschärfen gefährlicher Situationen, gehören zu seinen Aufgaben. Um diese Aufgaben zu erfüllen, wird ihm ein großes Arsenal an entsprechenden Fahrzeugen und Geräten der Werksfeuerwehren zur Verfügung gestellt. Vom Notarztwagen bis zum Rettungskran reicht dabei das Arsenal der Feuerwehr.

Mit diesem Arsenal muss der Spieler eine Vielzahl an Aufgaben lösen. Die Werkfeuerwehr muss sich mit aus Gebäuden austretendem Qualm, ebenso beschäftigen wie mit brennenden Werkstätten. Der Spieler als für die Sicherheit verantwortlicher Werksfeuerwehrführer muss entscheiden, welche Maßnahmen er mit welchen Geräten durchführt.

Zu Beginn wird die Einweisung von einem (leider nicht unbedingt schönen) Feuerwehrkameraden durchgeführt. Dabei fährt man auch mit dem Einsatzfahrzeug, einem Golf II, durch das Werksgelände. Entdeckt man dabei einen Einsatz, muss entschieden werden wie vorgegangen wird. Kleinere Fälle, zum Beispiel ein brennender Abfalleimer, lassen sich leicht mit dem mitgeführten Feuerlöscher bekämpfen. Bei größeren Unglücksfällen wird dagegen das gesamte Arsenal aufgeboten.

Die Physikengine glänzt dabei allerdings nicht unbedingt. Erwischt man einen Kollegen mit dem Fahrzeug, fährt man einfach hindurch. Auch die Steuerung von Fahrzeugen ist recht hakelig. Zu Fuß sieht die Sache auch nicht besser aus, allerdings ist man die meisten Zeit sowieso nicht per pedes unterwegs.

Die Grafik ist leider serientypisch, das heisst durchwachsen, kommt aber ohne Ruckler und andere, den Spielfluss störende Fehler aus. Das Werksgelände ist schön in Szene gesetzt, die Hallen, etc., sind nett aufgebaut, nur die fehlende Dynamik ist etwas störend. Das sorgt auch dafür, dass die Unglücksfälle nicht wie reale Unfälle wirken, sondern etwas Aufgesetztes an sich haben.